14.04.2019 - 13:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Diakonie übernimmt Behindertenverein

Eine positive Haushaltsbilanz, millionenschwere Baumaßnahmen am Seniorenheim der Diakonie und die Übernahme des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte stehen im Mittelpunkt bei der Mitgliederversammlung des Diakonievereins Amberg.

Mit dem Abbruch des 93 Jahre alten Gebäude, in dem bis vor Kurzem Verwaltung und Heimleiterwohnung untergebracht waren, beginnen die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Seniorenheim der Diakonie an der Hellstraße.
von Autor GFRProfil

Mit der Tageslosung nach Hiob 42,2 eröffnete Georg Haubelt die Mitgliederversammlung des Diakonievereins im Pfarrsaal St. Konrad in Ammersricht. Danach bezifferte Vorsitzender Siegfried Balzer den Mitgliederstand auf 359. Die Pflege im Seniorenheim werde von 91 fest angestellten Fachkräften und 15 ehrenamtlichen Helfern über 24 Stunden täglich übernommen. Pflegedienstleiterinnen seien Barbara Kiener und Monique Mai.

Heimleiter Marcus Keil verhehlte nicht laufende Schäden an maroden Gebäuden und altersschwacher Technik. Erst kürzlich habe es einen Wasserschaden in der ehemaligen Heimleiterwohnung gegeben, dessen Behebung gut 10 000 Euro verschlingen wird. Der Verbrühschutz und Handläufe seien mit einem Aufwand von 50 000 Euro nachgerüstet worden und für 20 000 Euro wurde der Aufzug repariert. Alleine für neue Dienstkleidung müssten jährlich 30 000 Euro eingeplant werden.

"Wir werben um zusätzliche Pflegekräfte", so Marcus Keil, und dazu gehöre auch die Anwerbung und Ausbildung ausländischer Pflege-Auszubildender. Der ambulante Pflegedienst, geleitet von Alexandra Nagler und Andrea Beer, sei in das Haus des Handwerks in der Fuggerstraße umgezogen, betreue mit 21 Mitarbeitern 185 Kunden, liefere monatlich 1300 Essensportionen aus, habe 30 Hausnotrufe installiert und ermögliche damit älteren Mitbürgern ein möglichst langes Verbleiben in der eigenen Wohnung.

Die Kindertagesstätten "Am Kochkeller, die "Gailoher Kieselsteinchen", die "Arche Noah" und der "Schelmengraben", bieten derzeit 323 Plätze. Sämtliche Kitas seien gut ausgelastet. Auffällig beim Schelmengraben sei, dass hier die Hälfte der Kinder Migrationshintergrund habe. Die Kita "Am Kochkeller" stehe vor dem Umbau, den aber die Stadt Amberg tragen werde. Künftig entfallen hier auf den Diakonieverein nur noch die Betriebskosten. Der Haushalt des Diakonievereins lag im Jahr 2017 bei 6,4 Millionen Euro, der Ertrag bei fast 350 000 Euro, so der 2. Vorsitzende Karl-Heinz Irmer, für 2018 schätze er den Haushalt auf rund sieben Millionen Euro.

Mit einem notariell beurkundeten Vertrag haben Diakonieverein Amberg und der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte ihre Verschmelzung besiegelt. Der Diakonieverein übernehme den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte mit allen Rechten und Pflichten, sämtliches Vermögen und auch das Personal. Beide Vereine würden sich in ihrer Organisationsstruktur ergänzen, jedoch könnten durch den Zusammenschluss Organisationsaufwand und Kosten vermindert werden. Der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte werde im Vereinsregister gelöscht, existiere aber als Unterabteilung des Diakonievereins weiter.

Alle Geehrten:

Kronenkreuz in Silber: Karoline Bachler, Ilse und Günther Jäckl, Ingrid Janette, Ulrike und Hermann Krondörfer, Elisabeth Leitner, Christa Maurer, Elfriede Riegler-Pfeiffer. Theresia Rupp, Dietmar Schraml, Elfriede Seifert, Dr. Ulrich Siebenbürger, Adelheid Stamminger, Karl-Heinz Villa, Ursula Weiland, Maria Zaremba.

Kronenkreuz in Gold: Helga Mroske, Arthur Lindner, Frieda Preißl, Elisabeth Pretzlaff, Petra Sammel.(gfr)

Für mehr als 20-jährige Mitarbeit wurden Ursula Weiland (links) und Elfriede Riegler-Pfeiffer (rechts) mit dem Kronenkreuz in Silber geehrt. Frieda Preißl (Mitte) erhielt das Kronenkreuz in Gold. Die Ehrungen nahmen Siegfried Balzer (Zweiter von rechts) und Karl-Heinz Irmer (Zweiter von links) vor.
Der vor 46 Jahren errichtete Haupttrakt entlang der Hellstraße soll bei laufendem Betrieb komplett saniert werden, so die Pläne des Diakonievereins.
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