Amberg
Update 06.07.2018 - 19:05 Uhr

Digitale Diaspora

Die SPD hat beim Kultusministerium in Sachen Internet an Schulen nachgefragt. Die Antwort zeigt: Bei der Bandbreite hapert es bei den meisten Schulen in der Region gewaltig.

Die Grafik zeigt die Defizite bei der Bandbreite. NT/AZ
Die Grafik zeigt die Defizite bei der Bandbreite.

(ll) Nur drei von 61 Schulen in der Region Amberg-Sulzbach (Landkreis und Stadt Amberg) erfüllen derzeit die Vorgabe des Bildungsministeriums, dass die verfügbare Internet-Bandbreite in Schulen "nicht weniger als 100 Mbit/s betragen" sollte. Darauf macht der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) in einer Pressemitteilung aufmerksam.

Diese Quote entspricht knapp fünf Prozent und liegt damit noch einmal deutlich unter dem bayernweiten Wert von Schulen, die auf diese Bandbreite kommen: nicht ganz 13 Prozent. Diese Zahlen gehen aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Margit Wild zur "digitalen Bildung" hervor. Sie enthält Daten zu 4718 staatlichen und städtischen Schulen, also fast der Gesamtmenge.

"Die Antwort ist für Bayern mehr als ernüchternd", findet Strobl. "Fast drei Viertel der bayerischen Schulen stehen nur Internetgeschwindigkeiten von maximal 16 Mbit/s zur Verfügung." Dass diese Bandbreiten für Unterricht in digitalen Klassenzimmern viel zu gering seien, räume die Staatsregierung selbst ein. Die Grenze von 16 Mbit/s trifft in der Region Amberg-Sulzbach 50 der 61 erfassten Schulen, also 82 Prozent. Oberpfalzweit sind es 73,5 Prozent. Dass die Mittel im Nachtragshaushalt 2018 für eine ausreichende IT-Aufrüstung aller Schulen sorgen können, bezweifelt Strobl: "Es fehlt ja nicht nur an der digitalen Ausstattung, sondern es besteht auch ein großer Sanierungsbedarf der Schulgebäude selbst, wobei viele Kommunen bei uns im Landkreis ihre Schulen vorbildlich renovieren. Es fehlen aber vor allem auch Lehrkräfte."

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