10.04.2020 - 09:56 Uhr
AmbergOberpfalz

Donnern in der Corona-Stille

Das Coronavirus beschäftigt uns alle: Ob im Privatleben oder im beruflichen Alltag – überall sind wir mit Einschränkungen oder Neuerungen konfrontiert. Hier erzählen die Redakteure von Oberpfalz-Medien von ihren Erfahrungen.

Ein Blick in den Oberpfälzer Himmel, wie er in Vor-Corona-Zeiten normal war.
von Autor HOUProfil

Allen ist es wohl längst aufgefallen: Am Himmel gibt es so gut wie keine Kondensstreifen mehr. Nur noch gelegentlich ziehen sich weiße Spuren am Firmament entlang. Sie könnten von Cargo-Maschinen stammen, die offenbar noch unterwegs sind.

Der Umwelt kann dieser Zustand nur recht sein. Doch es gibt noch immer Menschen, die irgendwo draußen auf dem Globus darauf warten, in Zeiten der Pandemie heim nach Deutschland gebracht zu werden.

Ruhe ganz hoch droben. Doch plötzlich sind Düsenjäger in der Luft. Wolken lassen einen Blick auf sie nicht zu. Doch der Lärm ist ungeheuer. Er zerschneidet tobend die Stille über dem Freihölser Forst. Ein Szenario der Unglaublichkeit. Etliche Minuten lang. Das Dröhnen verschwindet mitunter am Horizont. Dann kehrt es zurück. Donnernd, brüllend, kaum auszuhalten. Muss ungewohnt sein für die in den Kanzeln, wenn außer ihnen keiner den Luftraum kreuzt. Da kann die Freiheit besonders grenzenlos werden.

Wer übt da? Wo sind diese Jagdflugzeuge am Vormittag aufgestiegen? Kann sein, dass nun jemand kommt und belehrend sagt, man müsse zum Zweck der militärischen Kampfbereitschaft ständig im Training sein. Egal nun, was das kostet und wie es draußen bei den Leuten ankommt. Der Feind ist allerdings gegenwärtig ein ganz anderer. Er schleicht sich leise an und ist mit Waffen aus der Luft nicht anzugreifen.

Alle Kolumnen der Serie "Virus und wir"

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