28.05.2019 - 20:00 Uhr
AmbergOberpfalz

Drei "Sieger" im Osterbrunnen-Wettbewerb

Der Osterbrunnen-Wettbewerb der AOVE trägt zwar noch diesen Namen, ist aber kein Wettbewerb mehr. Man kann ihn nicht eigentlich gewinnen. Und doch lachen nach der Siegerehrung drei Frauen mehr als alle anderen.

Die Offiziellen mit den Vertretern der drei Vereine, die jeweils 100 Euro für ihre Teilnahme am Osterbrunnen-Wettbewerb erhielten (von links): Landkreis-Touristikerin Regina Wolfohr, Sigrid Titze (Neukirchen), Landrat Richard Reisinger, Simone Spörrer (Seugast), Christine Lehner (Auerbach) sowie Katja Stiegler und Waltraud Lobenhofer von der AOVE.
von Markus Müller Kontakt Profil

Welche Bedeutung die 30 teilnehmenden Vereine dem Nicht-mehr-Wettbewerb immer noch beimessen, zeigte am Dienstagabend ihr starkes Auftreten bei der "Siegerehrung": Der König-Ruprecht-Saal im Landratsamt war voll mit Osterbrunnen-Aktiven und ihren Bürgermeistern.

"Zusammen geben wir eine hervorragende Visitenkarte ab", sah Landrat Richard Reisinger vor allem die Außenwirkung der attraktiven Osterbrunnen im Landkreis. Neben den vielen Einzel-Besuchern, die sich die liebevoll geschmückten Brunnen ansahen, gab es heuer acht geführte Bustouren. Sieben übernahmen Helen und Reinhold Werner, eine Siegfried Scholz. Sie erhielten als Dankeschön ebenso Gutscheine wie Tatiana Sichelstiel, die alle Osterbrunnen fotografiert hatte.

"Die weiteste Anreise hatte eine Gruppe aus Brandenburg", erläuterte AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer. Doch auch eine Gruppe aus dem Amberger Stadtteil Ammersricht habe sich alles zeigen lassen. "Die meisten Gruppen kamen aber aus dem Fränkischen, der Heimat der Osterbrunnen."

Um das Teilnehmerfeld nicht in Sieger und Verlierer einteilen zu müssen, haben die Organisatoren den Wettbewerbsfaktor ausgeschaltet: Es gab zwar immer noch etwas zu gewinnen - drei Kuverts mit jeweils 100 Euro -, doch nicht mehr als Ergebnis einer Abstimmung, sondern einer Verlosung. Damit sollen alle mal zum Zug kommen. Aus diesem Grund waren auch diejenigen Vereine, die im vergangenen Jahr gewonnen hatten, nicht mehr im Lostopf. Gezogen wurden heuer die Siedlergemeinschaft Auerbach, der Gartenbauverein Neukirchen und die Feuerwehr Seugast. Landkreis-Touristikerin Regina Wolfohr dankte allen, die sich in Sachen Osterbrunnen engagiert hatten: "Es ist super, wie das jedes Jahr funktioniert."

Der Schmidmühlener Gießkannenbaum.
O Kannenbaum:

Der Schmidmühlener Gießkannenbaum war heuer auch ins Osterbrunnen-Programm der AOVE aufgenommen worden. Was Landrat Richard Reisinger zu einem Spruch an die Adresse des Schmidmühlener Bürgermeister Peter Braun animierte: "Ein Gießkannenbaum. Ihr habt zwar ganz viel Wasser, aber für einen Brunnen hat es nicht gereicht." Brauns Replik: "Wir nennen ihn aber Kannenbaum." Es gebe sogar ein Lied dazu: "O Kannenbaum ...". (ll)

Die Offiziellen mit den Vertretern der drei Vereine, die jeweils 100 Euro für ihre Teilnahme am Osterbrunnen-Wettbewerb erhielten (von links): Herbert Lehner (2. Bürgermeister Auerbach), Christine Lehner (Auerbach), Landkreis-Touristikerin Regina Wolfohr, Winfried Franz (Bürgermeister Neukirchen), Sigrid Titze (Neukirchen), Landrat Richard Reisinger, Simone Spörrer (Seugast), Katja Stiegler (AOVE), Helmut Klier (2. Bürgermeister Freihung) und AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer.
Vor dem König-Ruprecht-Saal konnten sich die Vertreter der teilnehmenden Vereine Bilder von allen Amberg-Sulzbacher Osterbrunnen ansehen und sich Anregungen für nächstes Jahr holen.
Vor dem König-Ruprecht-Saal konnten sich die Vertreter der teilnehmenden Vereine Bilder von allen Amberg-Sulzbacher Osterbrunnen ansehen und sich Anregungen für nächstes Jahr holen.
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