25.03.2020 - 15:03 Uhr
AmbergOberpfalz

Zu Ehren der Eishallen-Gründungsväter

Im Februar wurde der ERSC Amberg 70 Jahre alt. Eine Feier dazu gibt es nicht. Die für 18. April im Club La Vida vorgesehene Party entfällt. Dennoch gibt es einen Weg, sich seiner Geschichte bewusst zu sein.

Diese Gedenktafel erinnert an die Männer, denen Amberg ein überdachtes Eisstadion zu verdanken hat. Sie alle standen damals dem Eishockeyverein ERSC nahe, der vor 70 Jahren gegründet wurde.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Nicht nur für passionierte Eiskunstläufer und Eishockeyspieler ist das Amberger Eisstadion ein geeigneter Ort, ihrer Leidenschaft zu frönen. Auch die Amberger nutzen das Angebot der Eishalle am Schanzl gern und regelmäßig. Wenn nicht gerade eine Pandemie etwas dagegen hat.

Auf einer Tafel am Eingang des Eisstadions wird jetzt an die Anfänge und Gründer des Baus erinnert. Oberbürgermeister Michael Cerny, der Vorsitzende des Eissportclubs Amberg (ESC), Wolfgang Streich, und dessen Stellvertreterin Siglinde Rihm gaben den Blick auf den neuen Gedenkstein frei.

Die Geschichte des Eisstadions begann vor nunmehr 56 Jahren. Damals wurde der Wunsch des ERSC nach einer eigenen Eishalle immer größer. Nach vierjähriger Vorbereitung kam es schließlich im Jahr 1964 zum Baubeginn einer Freieisfläche. Die Freude war groß, als diese am 28. November eröffnet werden konnte. Auch bei der Amberger Bevölkerung kam die neue Freizeitanlage bestens an und die Eisfläche war stets gut besucht. In einem zweiten Bauabschnitt, der 1967 in Angriff genommen wurde, errichtete man ein Wirtschaftsgebäude sowie die Tribünenkonstruktion.

Nichtsdestotrotz war der Wunsch nach einer überdachten Eisfläche noch immer präsent. Alfons Guttenberger, ab 1956 Vorsitzender des Vereins, ergriff die Initiative und wagte sich an das nächste Großprojekt, die Überdachung der Freifläche. Dank der Unterstützung des damaligen Landtagsabgeordneten Toni Donhauser, der sich für eine Bezuschussung durch den Freistaat Bayern einsetzte, konnte das ehrgeizige Projekt ungesetzt werden. Mit der Einweihung des Stadiondachs am 1. Oktober 1979 wurde das Lebenswerk der Gründungsväter schließlich vollendet.

Zu ihnen gehören neben Alfons Guttenberger auch Egmond Liebl, Andreas Fuchs, Robert Glaser, Hermann Piana, Hans Ostermeier, Rudolf Eichinger, Erich Retzer, Herbert Fuchs, Mario Flierl, Wolfgang Fleck, Rudolf Bauer, Kurt Eichhorn, Alfons Breitkopf, Erich Murhauser, Friedrich Graf, Ludwig Bartl, Karl-Heinz-Männer und Richard Weigl. Ihre Namen sind auf der neuen Gedenktafel verewigt.

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