Amberg
05.06.2019 - 15:39 Uhr

Eleonore Fuchs feiert Geburtstag in Amberg

Ambergs Grande Dame Eleonore Fuchs ist 85. Am Montag feierte die Modistin ihren Geburtstag in der Unteren Nabburger Straße in ihrem Geschäft Hut Baier. Über die Jahre habe sie gelernt, mit dem Herzen zu hören, sagt sie.

Die Amberger Modistin Eleonore Fuchs, so wie sie die Leute kennen: Schick gekleidet zwischen ihren Werken in ihrem Geschäft in der Unteren Nabburger Straße. Bild: Petra Hartl
Die Amberger Modistin Eleonore Fuchs, so wie sie die Leute kennen: Schick gekleidet zwischen ihren Werken in ihrem Geschäft in der Unteren Nabburger Straße.

31 046 Tage. So viel Zeit ist vergangen, seit die Amberger Modistin Eleonore Fuchs das Licht der Welt erblickt hat. Im Beisein ihrer Tochter Antonia feiert sie am Montag dieser Woche 85. Geburtstag. Wer Hut Baier in der Unteren Nabburger Straße kennt, der kennt auch die lebensfrohe Ambergerin – stets schick gekleidet und natürlich immer mit einer ihrer edlen Kopfbedeckungen. Um zu gratulieren, kamen über den ganzen Tag verteilt langjährige Weggefährten, Freunde, Bekannte und auch Stammkunden in das Hutgeschäft.

Als Geschäftsführerin in der vierten Generation hat die Jubilarin vor rund 15 Jahren den Betrieb an ihre Tochter Antonia übergeben. Allerdings ist es für sie selbstverständlich, die neue Chefin weiterhin mit Rat und Tat im Laden zu unterstützen. „Das war lange Zeit meine Lebensaufgabe, mittlerweile rangiert das Geschäft an zweiter Stelle“, sagt sie. Dafür sind andere Hobbys in ihren Lebensmittelpunkt getreten – die Musik und die Kunst. Genau genommen klassische Musik und die italienische Renaissance. „Mein Lieblingsreiseziel war immer schon Italien“, sagte die 85-Jährige. Mittlerweile mache sie mit ihrer Tochter gerne Städtereisen. Jeden Morgen aufs Neue ist der Blick auf den Martinsturm eine Freude für Eleonore Fuchs. „Wenn ich aus dem Fenster schaue, dann steht er da wie ein Gemälde mitten in der Wohnung. Wissen Sie, ich bin den ganzen Tag in Bewegung. Ich bin keine, die den ganzen Tag auf dem Kanapee sitzt.“ Der Tag sei der 85-Jährigen in der Regel aber eher zu lang als zu kurz. Über körperliche Beschwerden zu jammern, die das Alter mit sich bringt, liegt der Putzmacher-Meisterin aber fern.

Seit sie älter ist, lege sie ab und an eine „kreative Schaffenspause“ ein, wie sie es selbst nennt. Um fit zu bleiben, ist es ihr besonders wichtig, auch jüngere Freunde um sich zu haben. „Ich wäre wohl kaum so aktiv. Die pushen einen immer wieder.“ Im Alter habe sie gelernt, „nicht mit den Ohren, sondern mit dem Herzen zu hören“. Oft seien es kleine Gesten geliebter Menschen, die ihr viel mehr bedeuten als materielle Geschenke.

Amberg25.09.2018
 
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