Amberg
03.11.2019 - 10:40 Uhr

„Essbare Stadt“ Amberg: Ideen werden konkret

"Essbare Stadt" - das klingt erst einmal etwas schräg. Dahinter steht die Idee, städtischen Raum zu nutzen, um Lebensmittel anzubauen. Dafür muss sich aber auch im Kopf etwas ändern.

Amberg soll eine "essbare Stadt" werden. Dafür sollen städtische Flächen für den Anbau von Lebensmitteln genutzt werden. Bild: Martin Schutt
Amberg soll eine "essbare Stadt" werden. Dafür sollen städtische Flächen für den Anbau von Lebensmitteln genutzt werden.

Über die Umsetzung diskutiert wurde bei einem Runden Tisch, zu dem der CSU-Landtagsabgeordnete Harald Schwartz ins ACC geladen hatte. "Ich unterstütze das Projekt 'Essbare Stadt' vorbehaltlos", äußerte dabei OB Michael Cerny. Laut einer Pressemitteilung von Schwartz soll mehr Bewusstsein für regionale Lebensmittel geschaffen werden: "Aktuellen Studien zufolge wissen viele Kinder nicht mehr, wo ihr Obst herkommt. Birnen stammen nicht aus der Dose, sondern vom Baum. Daher setze ich mich für das Projekt 'Essbare Stadt' aus Überzeugung ein. Zum einen, weil damit unterstrichen wird, wie wichtig unsere Umwelt ist. Zum anderen natürlich auch, weil damit mehr Augenmerk auf Regionales gelegt werden kann." Ideen im Konzept "Essbare Stadt" umfassen etwa den Anbau von heimischen Obst- und Beerensorten, die von allen Menschen geerntet werden dürfen, auf öffentlichen Grundstücken, in Fußgängerzonen oder neben öffentlichen Gebäuden.

"Demnach wird der öffentliche Raum - hier insbesondere öffentliche Grünflächen - nicht mehr als kommunal verwaltete Fläche gesehen, für die ausschließlich die Stadtverwaltung zuständig ist, sondern als Mitmachflächen der Bürger", lässt Schwartz dazu mitteilen.

Zur Umsetzung schlug Stadtrat Stefan Ott vor, in den Stadtteilen die Zusammenarbeit von Obst- und Gartenbauvereinen, Schulen, Kindergärten und weiterer Einrichtungen anzuregen und zu begleiten.

Bernhard Frank vom Team Grün und Josef Alzinger vom Betriebshof der Stadt können sich laut dem Schreiben vorstellen, im Stadtgraben "Naschecken" mit Johannisbeer-, Stachelbeer- und Apfelbeersträuchern oder auch Pfirsichbäumen zu schaffen. Bezirksrat Martin Preuß sprach sich dafür aus, Bürger als Paten mit ins Boot zu holen und alte Bauerngärten oder Mustergärten als Standorte in Erwägung zu ziehen.

Auch in eckiger Aufstellung ein Runder Tisch: Der Einladung von CSU-Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz (mit Krawatte) zur Gesprächsrunde über die „Essbare Stadt“ waren neben Oberbürgermeister Michael Cerny (links von Schwartz) und Bezirksrat Martin Preuß (rechts von Schwartz) auch Vertreter der Stadt, des Werkhofes, der Agentur für Arbeit und der CSU-Stadtratsfraktion gefolgt. Bild: Wolfgang Steinbacher
Auch in eckiger Aufstellung ein Runder Tisch: Der Einladung von CSU-Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz (mit Krawatte) zur Gesprächsrunde über die „Essbare Stadt“ waren neben Oberbürgermeister Michael Cerny (links von Schwartz) und Bezirksrat Martin Preuß (rechts von Schwartz) auch Vertreter der Stadt, des Werkhofes, der Agentur für Arbeit und der CSU-Stadtratsfraktion gefolgt.
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