08.11.2019 - 15:39 Uhr
AmbergOberpfalz

Fall der Mauer nie aus Gedächtnis streichen

Den 9. November 1989 werden sie zeitlebens nicht vergessen. Darüber sind sich Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Landrat Richard Reisinger, OB Michael Cerny, Bundestagsabgeordneter Alois Karl und Bezirksrat Martin Preuß einig.

Sie trafen sich gemeinsam vor einem originalen Stück der Berliner Mauer, das in Amberg steht und gedachten des Mauerfalls am 9. November 1989: (von links) OB Michael Cerny, Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Bundestagsabgeordneter Alois Karl, Landrat Richard Reisinger und Bezirksrat Martin Preuß.
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Gemeinsam gedachten sie bei einem Treffen des Falls der Berliner Mauer. Ein Teil dieser alten Grenze steht auf einem Amberger Grundstück und diente den Politikern als Ziel.

"Wir dürfen wichtige Dinge nicht als selbstverständlich erachten. 30 Jahre nach dem Mauerfall kennt die jüngere Generation erfreulicherweise nur mehr Freiheit ohne Grenzen. Diktatur, Einschränkung und Extremismus sind nur mehr in den Geschichtsbüchern existent", betonte Schwartz zu Beginn des Treffens und ergänzte: "Mit dem Fall der Mauer hat Freiheit über Diktatur, haben die Bürger und damit die Demokratie über einen Unrechtsstaat gesiegt." Der Unterdrückung und dem Extremismus dürfe in Erinnerung an diesen Tag kein Raum gelassen werden. "Wie damals sollten wir auch und gerade in diesen Tagen freudige und positive Bilder im Kopf haben. Wir sollten nicht alles schlecht reden, auch wenn es im Rahmen der demokratischen Diskussion natürlich unterschiedliche Sichtweisen gibt", sagte Oberbürgermeister Michael Cerny. Landrat Richard Reisinger ergänzte: "Gerade bei politischen Meinungsverschiedenheiten sollten wir an unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und den hohen Wert der freien Meinungsäußerung denken."

Alois Karl machte deutlich: "Die Angst der Menschen vor Verfolgung, ihr Mut und das plötzliche Ende eines für unauflöslich gehaltenen Zustands - dies alles verbinde ich mit dem 9. November 1989. Unsere Geschichte ist ein Lehrbuch, in dem wir nachlesen können, wohin extreme Ideologien führen."

Für Bezirksrat Martin Preuß bedeutet der Fall der Mauer vor allem die Niederlage der Unterdrückung. Harald Schwartz fügte hinzu: "Dass die SED heute unter anderem Namen in deutschen Parlamenten sitzt, ist für mich genauso unerträglich wie das Erstarken von Rechtsextremen."

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