21.08.2020 - 13:05 Uhr
AmbergOberpfalz

Falsche Polizisten am Telefon: So schützen Sie sich

Wenn falsche Polizisten am Telefon vor anderen Gaunern warnen, sollte das höchste Alarmstufe auslösen. Am Donnerstag hatte eine Frau aus Hirschau einen Anruf erhalten - von einer Dienststelle, die es gar nicht gibt.

Symbolbild.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Sie lassen einfach nicht locker. Falsche Polizisten angeblicher Polizeideidienstellen vor Ort versuchen regelmäßig, Schauergeschichten übers Telefon zu verbreiten. Vor allem ältere Menschen probieren die Betrüger einzuschüchtern. Zum Beispiel: „Haben sie von dem Überfall bei ihnen in der Straße gehört“ oder „beim Nachbarn wurde eingebrochen, auch ihr Name steht auf einer aufgefundenen Liste“. Mit dieser Masche wollen die Gauner, die über Call-Center agieren, an weitere Informationen über Hab und Gut. So geschah es auch wieder am Donnerstag, 20. August, "glücklicherweise ohne Erfolg", wie es im Pressebericht der Polizei heißt.

Hirschauer Dienststelle gibt es gar nicht

Einer Hirschauerin wollte ein Anrufer erzählen, dass er von der seit Jahrzehnten geschlossen Polizeistation Hirschau aus anrufe. Das Gespräch endete daher bereits bevor es überhaupt richtig begann. In einem anderen Fall meldete sich angeblich eine Beamtin der Amberger Kriminalpolizei. Sie berichtete einer 86-jährigen Ambergerin über einen angeblichen schnellen Fahndungserfolg. Die Betrügerin erklärte, dass einer der festgenommen Diebe ein Notizbuch dabei gehabt habe, darin würde auch ihr Name stehen. "Die rüstige Rentnerin reagierte richtig und beendete das Telefonat ohne sich auch nur zu verabschieden", lobte der Polizeisprecher.

Tipps der Polizei

Die Polizei rät allen Menschen, die derartige Anrufe erhalten, keine Auskünfte über Vermögen, persönliche Daten oder Verhältnisse preis zu geben. Auch werden sie nie von der „richtigen“ Polizei aufgefordert, Wertsachen daheim zu deponieren oder dort an Polizisten zu übergeben. Zudem müssen sie die Ermittlungsarbeit der Polizei nicht übers Telefon unterstützen. Sollte tatsächlich einmal die Polizei am anderen Ende sein und man ist sich selbst unsicher, darf man sich keinesfalls unter Druck setzen lassen. "Fragen sie bei einer Person ihres Vertrauens nach oder beenden sie das Telefonat mit den Hinweis, dass sie über eine ihnen bekannte Nummer zurückrufen werden. Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit", heißt es im Polizeibericht.

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