Amberg
30.10.2020 - 13:12 Uhr

Falscher Microsoftmitarbeiter will 600 Euro ergaunern

Ein Betrüger bringt einen 54-Jährigen so weit, dass er den angeblichen Microsoftmitarbeiter mithilfe eines Programms auf seinen PC zugreifen lässt. Als schließlich 600 Euro gefordert werden, wird der 54-Jährige skeptisch.

Ein telefonischer Betrugsversuch scheitert. Die Polizei warnt vor der Masche, wenn sich Gauner als Microsoftmitarbeiter ausgeben. Bild: Friso Gentsch/dpa
Ein telefonischer Betrugsversuch scheitert. Die Polizei warnt vor der Masche, wenn sich Gauner als Microsoftmitarbeiter ausgeben.

Mit der altbekannten Betrugsmasche „Anruf eines Microsoftmitarbeiters“ versuchte ein Betrüger am Donnerstagmittag 600 Euro zu ergaunern, wie es in der Pressemitteilung der Polizei Amberg heißt. Der Angerufene fiel aber nicht darauf herein.

Der angebliche Mitarbeiter des Microsoft-Support meldete sich telefonisch bei einem 54-Jährigen und teilte ihm mit, dass sich auf seinem PC eine Schadsoftware befinde. Er bräuchte nun den Fernzugriff auf den PC um die Software zu entfernen. Der Amberger glaubte es und gab ihm mit dem Programm „TeamViewer“ Zugriff. Als der vermeintliche Microsoftmitarbeiter als Bezahlung sechs sogenannte X-Box-Karten im Wert von jeweils 100 Euro verlangte, wurde er stutzig und beendete das Gespräch. Der Betrüger versuchte daraufhin den PC zu sperren, was der Amberger aber durch das ziehen des Netzsteckers verhindern konnte. Somit blieb der Vorfall letztlich ohne Folgen. Die Polizei gibt folgende Tipps:

  • Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei melden, ohne dass darum gebeten wurde, sollten Betroffene einfach den Hörer auflegen.
  • Private Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (zum Beispiel PayPal) sollten in keinem Fall herausgegeben werden.
  • Es sollte einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf den Rechner gewährt werden, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.
OnetzPlus
Amberg05.10.2020
 
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