03.03.2020 - 14:54 Uhr
AmbergOberpfalz

FC Amberg will „kommod nach vorn“

Der FC Amberg hat schwere Zeiten hinter sich, nun lebt er wieder in geordneten Verhältnissen. Er ist zwar immer noch unter dem großen Dach des TV 1861 Amberg beheimatet, doch jetzt mit einer funktionsfähigen Abteilungsleitung ausgestattet.

Sie sind dem FC Amberg schon seit Jahrzehnten verbunden und übernehmen nun Verantwortung (von links): Schriftführer Axel Malich, der neue Abteilungsleiter Wolfgang Haller und sein Stellvertreter Matthias Schmien.
von Klaus HöglProfil

Die Mitglieder des FC Amberg haben gewählt: Wolfgang Haller ist Abteilungsleiter, Matthias Schmien sein Stellvertreter. Dazu kommt als Schatzmeisterin Bankkauffrau Andrea Baumgärnter. Axel Malich komplettiert als Schriftführer die neue Führungsmannschaft.

Haller blickte auf die seit dem Regionalliga- beziehungsweise Bayernliga-Abstieg währenden harten Zeiten zurück, in denen der Verein kaputtgearbeitet und kaputtgewirtschaftet worden sei. Die damaligen Verantwortlichen hätten einen Scherbenhaufen hinterlassen. Viel Vertrauen sei in dieser Zeit verspielt worden. Die damalige Abteilungsleitung war im Februar 2018 zurückgetreten. Thomas Bärthlein, der Vorsitzender des Gesamtvereins, sprang als kommissarischer Leiter ein. 2017 waren noch 13 Mannschaften im Spielbetrieb, der FC Amberg hatte mehr als 300 Mitglieder, jetzt sind es laut Haller noch 199. Und aus den 13 Teams seien sechs geworden. Neben der Seniorenmannschaft sind noch fünf Jugendteams im Einsatz. Gleichwohl: Es gehe nun aufwärts. Haller verspricht „ehrliche und transparente Arbeit“.

Die Krise des FC Amberg ist auch eng mit dem Tod des ehemaligen Machers Werner Aichner verbunden. Er verstarb im September 2019. An seiner sportlichen Seite bis dahin: Matthias Schmien, der nun als Stellvertreter fungiert. Haller: „Ohne Werner Aichner und Matthias Schmien würden wir heute nicht da sitzen. Sie haben viele Dinge erledigt, den Spielbetrieb am Laufen gehalten.“ Bewährt hätten sich auch „die Alten Herren“ des früheren 1.FC Amberg, die im vergangenen Jahr eingesprungen seien, als es darum ging, einen Fehlbetrag auszugleichen. Dabei habe auch ein im Oktober 2019 gegründete Arbeitskreis geholfen. Das habe den FC Amberg wieder auf Kurs gebracht. Mittlerweile sei der Spielbetrieb sicher.

Und die sportlichen Ziele? Haller: „Es soll kommod wieder nach vorn gehen. Der FC soll wieder werden, wie er früher war.“ Die Mannschaft, die aktuell in der Bezirksliga Nord Tabellenführer ist, bleibt laut Wolfgang Haller zusammen und habe sich dafür ausgesprochen, den Aufstieg in die Landesliga erreichen zu wollen. Mit Karl-Heinz Wagner stehe der Trainer für die kommenden Saison 2020/21 fest, mit den Jugendtrainern sei ebenfalls bereits gesprochen worden. Wie es bei dem Treffen hieß, soll der FC auch ein Frauen-Team bekommen. Sportlich gesehen bestehe aber an anderer Stelle dringender Handlungsbedarf: Eine Reservemannschaft existiert derzeit nicht, soll aber formiert werden. Norbert Fischer, der Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport, brachte an dieser Stelle des Treffens eine mögliche Fusion mit der DJK Amberg ins Gespräch.

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