Die Wirtschaft und jeder Bürger braucht eine schnelle Internet-Versorgung. Und trotzdem hat das Netz im ländlichen Raum noch immer große Löcher. Angela Powalla, Wirtschaftsförderin des Landkreises Amberg-Sulzbach, hat deshalb mit den Gemeinden die Initiative ergriffen. Die Bürgermeister aller 27 Landkreisgemeinden kamen im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts zusammen, um sich über Fördermöglichkeiten nach der neuen Gigabit-Richtlinie zu informieren, heißt es in der Pressemitteilung des Amtes.
Powalla hatte Joachim Gesierich, Chef des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Amberg, eingeladen. Er erklärte: "Ziel ist die schrittweise Verdichtung des Glasfasernetzes in allen Gemeinden des Landkreises." Es gebe aber noch viele graue Flecken, also Gebiete, die keine Gigabit-fähige Internetabdeckung haben. Dafür gebe es die "Graue-Flecken-Förderung".
Der Plan ist, so Joachim Gesierich, mindestens ein Gbit symmetrisch für gewerbliche Anschlüsse und mindestens 200 Mbit/s symmetrisch für Privatanschlüsse in den förderfähigen Bereichen aller Gemeinden zu erreichen. Dafür können die Gemeinden im Zuge des Förderverfahrens bei der Bezirksregierung einen entsprechenden Förderantrag stellen. Die vorhandenen Breitbandmanager unterstützen die Gemeinden, indem sie neutral zu den Fördermöglichkeiten beraten und im Förderverfahren begleiten: "Dadurch bekommen die Bürgermeister für ihre jeweilige Kommune die nötigen Entscheidungsgrundlagen."
Im Anschluss präsentierte sich der Internetanbieter GVG Glasfaser. Geschäftsführer Michael Gotowy stellte mit dem Gebietsleiter Bayern, Martin Schwenke, die Möglichkeiten für eine Breitbandversorgung der Kommunen vor, die alle Haushalte, Unternehmen und Einrichtungen er- reicht. Das Unternehmen ist in mehr als 160 Städten und Gemeinden als Internetanbieter tätig und auf den flächendeckenden Ausbau und Betrieb von Glasfasernetzen spezialisiert – vornehmlich in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
"Für die Gemeinden ist das eine sehr wünschenswerte Entwicklung", stellte Stefan Braun fest. Der Bürgermeister von Kastl und stellvertretende Landrat betonte: "Zur Infrastruktur gehören nicht nur Straßen, sondern auch ein schnelles Internet." Glasfaser sei unverzichtbar, um die Wirtschaft auf den neuesten Stand zu bringen. Die GigaBit-Entwicklung mit der Förderung sollten alle Gemeinden als Chance nutzen.













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