23.04.2019 - 10:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Förderverein Flika für Kinder 11.000 Kilometer unterwegs

Der Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche, kurz Flika, unterstützte auch 2018 in vielfacher Weise die medizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Das Gesundwerden fiel den jungen Patienten dadurch etwas leichter.

Auf ihnen lastet eine große Verantwortung, um den Förderverein Flika am Amberger Klinikum St. Marien weiter erfolgreich zu führen (von links): Vorsitzende Margit Meier, ihre Stellvertreterin Michaela Leitl, Schatzmeister Oskar Schmidt, Schriftführerin Christine Hecht und Beisitzerin Susanne Strobl.
von uscProfil

Flika hilft betroffenen Familien dabei, die Krankenhaus-Zeit besser zu bewältigen. Die Einrichtung wird derzeit von 161 Ehrenamtlichen und Förderern getragen. Ein Aushängeschild ist das Spielzimmer. Daneben kümmern sich Mitarbeiter um Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1, um trauernde Kinder und auch Erwachsene.

In ihrem Rechenschaftsbericht hob Vorsitzende Margit Meier hervor, dass das Spendenaufkommen gestiegen sei. Nicht geschafft habe Flika das Ziel, 200 Mitglieder zu haben. Öffentlichkeitswirksam waren laut Meier die Beteiligung bei verschiedenen Veranstaltungen wie Sportfest der Generationen, Altstadtfest, Running Night, Kindergesundheitstag oder Kinderfest auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände. Beim Blaster Run am Hirschauer Monte Kaolino sei der Einsatz von sechs Flika-Helfern mit einer Spende über 2500 Euro belohnt worden.

Projekte kosten Geld

Zur Fortführung der Projekte und für Investitionen zugunsten kranker Kinder und deren Familien wandte Flika nach Angaben der Vorsitzenden im vergangenen Jahr rund 43 000 Euro auf. Rund 40 200 Euro, vornehmlich für das Personal, investierte der Verein für den Betrieb seines Spielzimmers in der Kinderklinik. Die dort eingesetzten neun Mitarbeiterinnen betreuten 2018 insgesamt 2817 Kinder an 365 Tagen. Drei Mitarbeiterinnen nahmen eigens an einem Kurs für Tagesmütter teil.

Lisa Wendl-Reis informierte über die umfangreiche Arbeit in der sozialmedizinischen Nachsorge. Hierbei fielen 345 Stunden für die Familien-Nachsorge an. Begleitet wurden insgesamt 30 Familien. Seit 1. Oktober 2015 läuft das Projekt Harlekin-Nachsorge Amberg. In dem Modell für Frühgeborene und Risikokinder arbeiten Flika, die Kinderklinik und die interdisziplinäre Frühförderstelle der Lebenshilfe Hand in Hand.

Emotionale Belastung

Nach Angaben von Koordinatorin Franziska Schlosser betreuten die Fachkräfte im Vorjahr - Tendenz steigend - 70 Kinder und deren Familien. Dazu wandten die Nachsorgeschwestern 327 Stunden auf und waren 11 021 Kilometer unterwegs. Der häufigste Aufnahmegrund in die Harlekin-Nachsorge war die Unsicherheit der Eltern und die damit einhergehende emotionale Belastung. Neben Sorgen und Ängsten um den Gesundheitszustand und die körperliche Entwicklung des Säuglings, so Schlosser, nahmen vor allem Schwangerschaftsdepressionen oder frühe psychosomatische Erkrankungen bei einem Elternteil zu. Eine Einrichtung von Flika ist das im Januar 2015 gestartete Projekt Flidiabs, ein Gruppentreff für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ1 und deren Familien. Für sie organisiert Flika auch heuer wieder Freizeitangebote. Der Verein kaufte 2018 für rund 1800 Euro Sensoren zur kontinuierlichen Glukose-Messung im Blut. In diesem Jahr ist laut Margit Meier die Anschaffung eines neuen, verbesserten kontinuierlichen Glukosemessgeräts mit Sensoren, unabhängig von der Insulinpumpentherapie, vorgesehen.

Bei Trauer ruhig trauen

Mit dem Hospizverein ins Leben gerufen hat Flika eine Trauergruppe für Kinder. Die Nachfrage ist nach Auskunft von Angela Hering vom Hospizverein schwankend, zuletzt waren zwischen vier und elf Kinder dabei. "Es ist ein Handicap, dass sich die Eltern nicht bei uns melden", sagte Hering. Anmeldungen nimmt der Hospizverein unter 09621/1 24 30 entgegen. Die Trauergruppe für Eltern traf sich 2018 zu zehn Sitzungen. Eine besonders emotionale Aktion ist die jährliche Bescherung von Kindern, die den Heiligen Abend in der Klinik verbringen müssen. Im Vorjahr hat Flika in Begleitung von drei Engeln 30 Kinder beschenkt. Hierfür gab der Förderverein rund 1000 Euro aus.

Neuewahlen bei Flika:

Vorstand bestätigt

Vorsitzende: Margit Meier

Stellvertreterin: Michaela Leitl

Schatzmeister: Oskar Schmidt

Schriftführerin: Christine Hecht

Beisitzerin: Susanne Strobl

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