02.10.2019 - 13:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Frauen gegen Gewalt: Schluss mit den Tabuthemen

Das Stichwort lautet: Enttabuisierung. Sechs Verbände und Vereine setzen sich gegen Gewalt und Grenzüberschreitungen jeglicher Art ein. Sie machen das öffentlich - am Samstag, 5. Oktober, ab 9 Uhr auf der Krambrücke.

Ein starkes Team: (von links): Irene Zeller und Kerstin Aufschneider (beide Frauenbund), Susanne Herding (Frauen-Union Amberg), Barbara Hernes (Landessportverband), Sabine Baumeister-Kiener (SkF), Susan Batten-Seidl (Soroptimist) und Bürgermeisterin Brigitte Netta.
von Dagmar WilliamsonProfil

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der Frauenbund, die Frauen-Union Amberg, das Bürgermeisterinnen-Netzwerk, der Bayerische Landessportverband und Soroptimist International Amberg-Sulzbach wollen mit ihrem Aktionstag ein Zeichen setzen.

"Frauen gemeinsam gegen Gewalt" heißt das Motto, das nicht nur das vermeintlich schwächere Geschlecht in Schutz nimmt, sondern auch junge und erwachsene Männer ansprechen soll. Es mache keinen Unterschied, wer Opfer von häuslicher, sexualisierter oder Gewalt im öffentlichen Raum wurde, lautet der Tenor.

Deshalb wird auf der Krambrücke auch präventiv gearbeitet. Mit der Hilfe und dem Wissen von Klaus Inderst, Vorsitzender der Kampfkunst-Schule, werden Taktiken der Selbstverteidigung verdeutlicht. Barbara Hernes, Frauen- und Seniorenvertreterin des Bayerischen Landes-Sportverbandes, wird alle Fragen zum Thema Körperkontakt beim Sport beantworten. Sie sagt: "Dieses Tabu-Thema muss weiterhin gebrochen werden. Nicht nur Kinder und Jugendliche sind betroffen, auch im Erwachsenensport befassen wir uns mit sexueller Belästigung und Gewalt." Susanne Herding, die Vorsitzende der Frauen-Union, betont, dass es keinen Grund für ein grenzüberschreitendes Fehlverhalten anderer gebe und die Schuld immer beim Täter zu suchen sei.

Auch Frauen untereinander müssten lernen, zusammenzuhalten und sich gegenseitig stärken. Wie verhält man sich, wenn Gewaltsituationen in der Nachbarschaft vermutet werden? Was tun bei Mobbing im Internet? Susan Batten-Seidl, Präsidentin der Soroptimist International Amberg-Sulzbach, liegt die Aufklärung junger Damen besonders am Herzen. "Die möglichen Folgen von Versenden pikanter Fotos gehören genauso zum Thema", sagt die Wahl-Ambergerin. Und Bürgermeisterin Brigitte Netta fordert von anderen Organisation: "Machen Sie es zum Thema!"

Am Samstag, 5. Oktober, erwartet Interessierte von 9 bis 12.30 Uhr eine geballte Ladung Information von starken Frauen, die gemeinsam ein Ziel verfolgen: Enttabuisierung von sexualisierter Gewalt, Opfern zuhören, Mut machen, präventiv arbeiten.

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