Bereits im März kürten die Freien Wähler mit Manuel Werthner ihren OB-Kandidaten für die Wahl im nächsten Frühjahr. Noch in diesem Jahr soll die Kandidatenliste für den Stadtrat vorgelegt werden. Jedenfalls konnten Werthner und Stadtrat Eberhard Meier am Samstag zum politischen Frühschoppen im Winkler-Bräu mit einer Steilvorlage aufwarten - der in der Amberger Zeitung sozusagen druckfrisch ankündigte Austritt von Brigitte Netta aus der SPD-Stadtratsfraktion.
Grund für harsche Kritik an den Sozialdemokraten. Meier: "Die SPD befindet sich in heilloser Auflösung. Sie macht auch in Amberg von ihrem Selbstzerstörungsprozess nicht halt." Danach wurde Meier konkret: Wir bieten den von der SPD Verstoßenen eine politische Heimat." Er meinte damit Brigitte Netta, Daniel Holzapfel und Hannelore Zapf. Bei den Freien Wählern sei man zuversichtlich, dass man beim nächsten Urnengang im kommenden Jahr im Stadtgebiet an der SPD vorbeiziehen kann. Davon ist auch Manuel Werthner überzeugt: "Wir werden das Vakuum füllen, das die SPD hinterlässt."
Zu den Themen: Die Innenstadt treibt die Freien Wähler um. Attraktivität, Tourismus, Arbeitsplätze, Perspektiven für junge Menschen und Bedürfnisse von älteren Menschen stehen im Fokus. Zurück zur Wohnqualität in die City müsse gelten. Zurück in die Stadt heiße die Parole. Nur dann werde wieder Leben einkehren, aber nicht durch Autos. Ein Radwegkonzept müsse her. "Da tut die Stadt Amberg gar nichts", sagte Meier und riet zum Anschauungsunterricht in Erlangen. Die Innenstadt müsse von Menschen belebt werden und nicht von Autos. Die Freien Wähler fordern da ein Umdenken.
Bei dem Treffen wurde auch das Thema Forum mit den bekannten Argumenten aufgetischt. Meier fragte auch: "Gibt's einen weiteren Fehlschlag?" Er meinte das Zinkl-Areal: "Das wird zum klassischen Problem der Amberger. Da zeigt sich erneut, wie man Misswirtschaft betreiben kann." Meier sprach von einem Kardinalfehler der Stadtentwicklung. Die Freien Wähler wollen sich dafür einsetzen, dass die Spitalkirche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, nachdem die Stadträte bereits für die Zerstörung des ehemaligen Bodendenkmals auf dem Bürgerspitalgelände gesorgt hätten.













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