10.12.2019 - 12:38 Uhr
AmbergOberpfalz

Für die Bilder von Gerti Räß braucht es keinen Text

"Zeit und Augenblicke" heißt die aktuelle Ausstellung, bei der die Amberger Künstlerin Gerti Räß im Foyer im ersten Stock des ACC bis 8. Januar eine Auswahl von 22 Bildern präsentiert - in Mischtechnik, Aquarell und Kreide.

Die bekannte und erfolgreiche Amberger Künstlerin Gerti Räß (Mitte) freute sich über die Würdigung ihrer Arbeit durch Bürgermeister Martin Preuß (rechts) und über die kleinen Geschichte aus dem Nähkästchen der Familie, die ihre Schwester Gabriele Vielsmaier (links) bei der Vernissage im ACC vortrug.
von uscProfil

Nicht nur Absolventinnen der Decker-Schulen schätzen sie als Lehrkraft - dort ist sie seit nunmehr 18 Jahren tätig; auch Kunstliebhaber der Region folgen gerne einer Einladung der Grafik-Designerin zu einer Vernissage. Und so konnte sich Räß im ACC über zahlreichen Besuch freuen. Seit 1997 konzipierte sie eine Vielzahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen auch außerhalb von Amberg.

Es war Bürgermeister Martin Preuß vorbehalten, das Schaffen der Künstlerin zu würdigen, die in ihren Bildern Ideen und Emotionen, Empfindungen und Eindrücke umsetzt. "Die für sie wichtige Bildaussage wird durch das Fließen der Farben, durch das Entdecken von Zufälligem, das stets neu zu interpretieren ist, immer wieder in den Mittelpunkt gesetzt. Sie lässt sich von Gedenken zu Formen und Farben leiten, Spannungen wechseln sich mit ruhigen Flächen ab, kräftige Farben stehen neben gefühlvollen Lasuren. Farbkontraste und Bildsymbole unterstreichen die Wirkung", so die Interpretation von Preuß im Kongresszentrum.

Um diese Text-Bilder zu verstehen, brauche es keinen Text. Der Betrachter solle sich seine eigenen Gedanken machen und durch die Farben und Formen die versteckten Botschaften entdecken. Florale Aquarelle, so Preuß, lassen ihre Liebe zu Natur und Blumen spüren. Gerti Räß gehe an die ausgewählten Texte mit Emotionen, Empfindungen sehr spontan heran. "Die für sie wichtige Bildaussage wird durch das Fließen der Farben, durch das Entdecken von Zufälligem, das neu zu interpretieren ist, immer wieder in den Mittelpunkt gesetzt. Sie lässt sich von Gedanken zu Farben und Formen leiten, um dann doch auch immer wieder auf den Schwerpunkt, das für sie eigentliche Wichtige, zurückzukommen, es wirklich im Bild zum Ausdruck zu bringen".

Und, so empfindet es Preuß: "Spannungen wechseln sich mit ruhigen Flächen, Farbkontraste und Bildsymbole unterstreichen die Wirkung". Einen humorvollen Beitrag lieferte die Schwester von Gerti Räß, deren Geschichten und Begebenheiten in der Kinder- und Schulzeit Schmunzeln im Publikum auslöste. Gertis Kreativität habe sich schon in früher Kindheit gezeigt. Denn der Skizzenblock war nach Schilderungen von Gabriele Vielsmaier schon früher Begleiter ihrer Schwester. Vielsmaier kam auch auf Gertis Kalender zu sprechen, der Teil ihres Examens gewesen ist und der nun unter Mithilfe von Ehemann Ludwig Räß in einer Neuauflage erschienen ist.

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