Amberg
19.06.2018 - 10:29 Uhr

Zum Gedenken an Chester Bennington

Der Abend ist einem beliebten Sänger gewidmet: Chester Bennington, dem 2017 verstorbenen Frontmann von Linkin Park. Genügend Gelegenheiten für Gänsehautmomente bieten sich im Musikomm für eingefleischte Linkin-Park-Fans.

Als ob es Linkin Park wäre: Die Bandmitglieder von Living Theory kommen dem Original musikalisch sehr nahe. Wolfgang Ruppert
Als ob es Linkin Park wäre: Die Bandmitglieder von Living Theory kommen dem Original musikalisch sehr nahe.

(pwpt) Für ein Konzert war Living Theory aus Italien ins Musikomm gekommen. Die Gruppe besteht aus fünf professionellen Musikern, die alle unterschiedliche Erfahrungen mitbringen. Ihr Markenzeichen: Songs der legendären Crossover- und Nu-Metal- Band Linkin Park so zu covern, dass sie dem Original in nichts nachstehen. Einige Zuhörer mussten sich immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass es sich weder um Linkin Park auf der Bühne noch um ein Playback vom Band handelt.

Der Anlass der Tour dürfte allerdings bei so manchem Fan Tränen in die Augen getrieben haben. Die Band wollte den Abend dem 2017 verstorbenen Linkin-Park-Sänger widmen.

"This Song is dedicated to Chester Bennington. It is dedicated to all of you", schrie Sänger Rob Marconi in die Menge, als die Combo den Song "One More Light" anstimmte. Mit einer aufregenden Mischung aus Rock, Rap, Electro und Scream-Parts wusste Living Theory ihr Publikum bis spät in die Nacht hinein zu begeistern. Das Repertoire reichte von alten und harten Songs der ersten Stunde wie "Papercut" über Klassiker wie "Numb" bis hin zu gefühlvollen Nummern wie "Final Masquerade".

Living Theory nach Amberg geholt hat Veranstaltungstechniker Horst Enderer. "Eigentlich wäre Amberg gar nicht auf unserer Liste gestanden. Aber wenn Horst uns fragt, ob wir spielen können, dann können wir einfach nicht Nein sagen", erzählte Gitarrist Fabrizio Amilcare.

Veranstalter Horst Enderer hat einen Plan, mit dem er die Gesamtqualität der Konzerte in Amberg verbessern will: "Unser Ziel ist es, vernünftige Veranstaltungen anbieten zu können." Mit seinem Team hat er für ein professionelles Bühnenbild im Musikomm gesorgt. "Wir bauen lieber zwei Teile mehr auf als eines zu wenig." Ein Mix aus Scheinwerfern, Nebelmaschine und sogar einer LED-Wand ließ die eigentlich kleine Bühne wie eine ganz große aussehen.

Unterstützung erhielten die fünf Musiker aus Italien von einer Amberger Gruppe. Sacrifice standen mit neuer Besetzung als Vorband auf der Bühne. Unter anderem coverten sie Chart-Songs, denen sie ihren eigenen Metal- und Rocksound verpassten. Bereits zum zweiten Mal durften sie die Stimmung für Living Theory aus Italien anheizen.




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