24.02.2020 - 17:35 Uhr
AmbergOberpfalz

Geld vom Bezirk: Stadt Amberg profitiert mehr als Landkreis

Jetzt liegt sie druckfrisch auf dem Tisch: Die Geber- und Nehmerliste des Bezirks Oberpfalz für das Kalenderjahr 2019. Die Inhalte sind für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach von Interesse.

Bei der Bezirksumlage geht es jedes Jahr um viel Geld.
von Externer BeitragProfil

Regelmäßig diskutiert und hinterfragt wird im Zuge der jährlichen Haushaltsberatungen die Bezirksumlage, für die Amberg im vergangenen Jahr immerhin etwas über 11,1 Millionen Euro berappen musste.

Nachdem der Bezirk seine Leistungen für Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege, Förderungen und Beteiligungen veröffentlicht hat, zieht CSU-Bezirksrat Martin Preuß in einer Pressemitteilung eine positive Bilanz: In die Stadt seien neben Zuschüssen für verschiedene Maßnahmen (31 413 Euro) allein für Sozialhilfeaufwendungen an Einrichtungen und Dienste - und damit für Pflegebedürftige wie Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung - fast 24 Millionen Euro zurückgeflossen, was unterm Strich ein Plus von 12,8 Millionen Euro ausmache. Etwas anders verhalte es sich beim Landkreis Amberg-Sulzbach, der für 2019 knapp 20 Millionen Euro an den Bezirk überwiesen habe. Die Rückflüsse schlagen laut Preuß mit etwas über 19 Millionen Euro Sozialhilfeleistungen sowie 190 664 Euro Fördermittel zu Buche. Die zunächst negative Differenz von fast einer halben Million Euro relativiere sich jedoch, wenn die noch nicht enthaltenen Bruttoausgaben für die Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg mit einem Volumen von etwa 1,8 Millionen Euro Berücksichtigung finden. Preuß, der den Stimmkreis Amberg seit 2013 im Bezirkstag vertritt, fügt hinzu, dass zudem die im Landkreis beheimateten Außenstellen von Lebenshilfe und Jura-Werkstätten über den Hauptsitz in Amberg abgerechnet würden. Damit steige die Nehmer-Summe im Landkreis noch einmal deutlich an. Abschließend bezeichnet Preuß dieses System als solidarisch sowie als fair und gerecht: "Der Bezirk ist ein verlässlicher Partner der Kommunen."

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