04.11.2020 - 16:36 Uhr
AmbergOberpfalz

Gemeinsam für das Projekt "1000 Schulen für unsere Welt"

Amberg und der Landkreis leisten einen Beitrag, um Kindern und Jugendlichen in den ärmsten Ländern der Welt eine lebenswertere Zukunft zu ermöglichen. Auch zwei Vereine helfen bei "1000 Schulen für unsere Welt" fleißig mit

von Externer BeitragProfil

Amberg und der Landkreis leisten einen Beitrag, um in den ärmsten Ländern der Welt Kindern und Jugendlichen eine lebenswertere Zukunft zu ermöglichen. Mit der Initiative "1000 Schulen für unsere Welt" unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, wird dies verwirklicht. Laut einer Pressemitteilung wird der Landkreis als neuer Partner nicht direkt als Projektant auftreten, sondern - wie Amberg dies ähnlich schon seit Monaten praktiziert - diese Aufgabe in die Hände zweier Vereine legen: Projekthilfe Dr. Luppa und Socialis for the Gambia. "Beide Vereine verfügen über die nötige Erfahrung und die Kontakte, um die hier gesammelten Spendengelder zu 100 Prozent vor Ort zielführend einzusetzen", so Landrat Richard Reisinger.

Bildung fördern, Armut verringern und neue Perspektiven vor Ort schaffen: Das sei der Grundgedanke von "1000 Schulen für unsere Welt". Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny wertet die Initiative als wichtigen Beitrag zur Entwicklungsarbeit, aber auch zur Bekämpfung von Fluchtursachen. "Bildung ist der beste und sinnvollste Weg, den Menschen die Möglichkeit zu geben, in der Heimat zu verbleiben und dort ihr Leben frei gestalten zu können", sagt er.

Solidarität in der Flüchtlingskrise

Dass die Region hier unterstützen könne, davon sind sowohl Reisinger als auch Cerny überzeugt. "Schon bei der Flüchtlingskrise haben die Menschen in der Region gezeigt, was Solidarität und Mitmenschlichkeit bedeutet", so der Landrat. Jetzt sei das Ziel, in Afrika die Bildung zu fördern und Schulen zu bauen. Für circa 50 000 Euro könne in Afrika eine Schule gebaut werden. Und so bekämen pro Schule und Jahr bis zu 1000 Schüler 1 000 Bildungs- und Zukunftsperspektiven. Nicole Graf vom Landkreis und Heike von Eyb von der Stadt Amberg, die das Projekt betreuen, Kontakt zu den beiden beteiligten Vereinen halten und die Umsetzung der Projekte vor Ort beobachten, betonen: Jeder könne helfen und mit einem kleinen Beitrag an der Umsetzung eines großen Projekts beitragen. Socialis for the Gambia sammelt beispielsweise Spenden, um den Kindern eine schulische und berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Gebaut wurde ein Schul- und Ausbildungsgebäude. Angeboten wird zudem eine Mittagsverpflegung, was für die Kinder oft die einzige Mahlzeit am Tag bedeutet. Mehr als 600 Kinder besuchen den vom Verein unterstützten Kindergarten und die Schule.

Mehr als 55 Jahre Erfahrung

Die Projekthilfe Dr. Luppa blickt auf eine mehr als 55-jährige Erfahrung zurück. Was in den 1960er-Jahren mit Medikamentenspenden sowie Krankenhäusern in Peru und auf den Philippinen begonnen hatte, weitete sich im Laufe der Jahre auf weitere Einsatzgebiete wie Afrika aus. Mit den Spenden will der Verein seine Schule in Togo weiter ausbauen und ausstatten.

Info:

Rund ums Projekt

  • Ansprechpartner: Nicole Graf (nicole.graf[at]amberg-sulzbach[dot]de; Telefon: 0 96 21/39-139) für den Landkreis, Heike von Eyb (heike.eyb[at]amberg[dot]de; Telefon: 09621/10-2003) für die Stadt Amberg.
  • Spendenkonto: Sparkasse Amberg-Sulzbach; Iban: DE87 7525 0000 0240 1002 14; Stichwort „1000 Schulen für unsere Welt“.

 

 

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