20.08.2019 - 08:37 Uhr
AmbergOberpfalz

Getauscht ist besser als entsorgt: Malteser veranstalten Börse für getragene Kleidung

Neues Leben für alte Teile: Die Malteser Integrationslotsen veranstalten am Samstag, 24. August, eine Kleidertauschbörse. Jeder darf sich so viel Kleidung von den Tischen nehmen, wie er mitgebracht hat. Das ist Umweltschutz.

Laut Greenpeace verstecken sich in jedem Kleiderschrank etwa 20 Teile, die nie getragen werden. Sie sollen ein neues Leben bei der Tauschbörse der Malteser an diesem Samstag bekommen.
von Externer BeitragProfil

In jedem Kleiderschrank finden sich rund 20 Teile, die nicht getragen werden. Das behauptet die Initiative Greenpeace. Bei einer Tauschbörse finden sie einen neuen Besitzer. Aus diesem Grund bieten die Malteser Integrationslotsen im neuen interkulturellen Garten am LGS-Gelände am Samstag, 24. August, ab 17 Uhr die Gelegenheit, Kleider zu tauschen und anschließend im Garten zu grillen.

Laut einer Pressemitteilung der Hilfsorganisation kann jeder Kleidungsstücke, die ihm zu groß, zu klein sind oder einfach nicht mehr gefallen, - natürlich sauber und gut erhalten - mitbringen und gegen andere eintauschen. Die Kleidertauschbörse funktioniert wie ein Flohmarkt - nur ohne Geld. Das, was die Besucher mitgebracht haben, wird abgegeben, wird sortiert und zum Stöbern auf Biertische ausgelegt. Dann kann es auch schon losgehen. Jeder sollte aber nur so viel einpacken wie er auch mitgebracht hat. "Kontrolliert wird das aber nicht", sagt Ehrenamtskoordinatorin Astrid Knab. "Hier läuft alles auf Vertrauensbasis. Wenn genug da ist, spricht auch nichts dagegen, Kleidung mitzunehmen, auch wenn man selbst gerade nichts zum Tauschen hat." 

Mit der Aktion wollen die Malteser darauf aufmerksam machen, dass jedes Jahr rund 70 neue Kleidungsstücke von einem Menschen gekauft werden. Mehr als 90 Prozent davon werden aus Asien, vor allem aus China, Bangladesch und Indien importiert. T-Shirts mit farbigen Drucken, Jeans im Used-Look und wasserdichte Outdoor-Jacken liegen im Trend.

Doch die bei der Produktion verwendeten Chemikalien gefährden Ökosysteme und die Gesundheit der Bevölkerung. Die Modefarben der Saison erkennt man an den Farben der Flüsse, heißt es in China. 70 Prozent der Flüsse und Seen dort gelten als verschmutzt. Mit jedem neuen Kleidungsstück spülen die Deutschen laut Greenpeace 95 Prozent der darin verbliebenen Giftstoffe beim ersten Waschen auch in unsere Gewässer. 

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