24.07.2018 - 14:20 Uhr
AmbergOberpfalz

Im GMG gibt es Meer zu entdecken

Das Gregor-Mendel Gymnasium öffnete seine Türen. Eltern, Verwandte und interessierte Schüler waren eingeladen, die Schule aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Sozusagen von unter Wasser aus.

Statt Ockergelb, Meeresblau: Der Kunstsaal erstrahlt dank des Unter-Wasser-Projekts in neuem Glanz. Walgesänge auf CD und stimmungsvolles Lich laden zum Träumen ein.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

(anv) Das war auch das diesjährige Motto, unter dem der Tag der offenen Tür stand: Wasser - unter Wasser. Dafür bereiteten die Schüler in 23 Gruppen ein vielfältiges Programm vor. Sie alle hatten für ihr Projekt zwei Tage Zeit.

Kunst unter Wasser

Entstanden ist dabei zum Beispiel ein neu gestalteter Kunstraum. "Die Wände waren in einem hässlichen 70er-Jahre Gelb gestrichen. Ich wollte das schon lange ändern", sagte die Kunstlehrerin Christine Kleinert. So entstand die Idee, den Raum blau zu streichen, und Dekoration im nautischen Stil zu basteln. Das Leitmotiv stammt vom Künstler Henri Matisse.

Es ginge nicht nur um Gestaltung, erklärte Kleinert, sondern auch um "Upcycling", also gebrauchte Dinge aufzuwerten. So wurde aus bunten Eisbechern und -löffeln aus Plastik Hängedekoration und aus aussortierten Kinderhockern mit Pappmasché Korallen. An diesem Projekt waren 50 Kinder der siebten bis zur elften Jahrgangsstufe und drei Lehrer beteiligt.

Im Musikraum interpretierten die sechsten Klassen unter der Leitung von Anja Onasch (Musik) und Tanja Luckner (Deutsch), den Fliegenden Holländer von Richard Wagner neu. Dabei zeigten sie vollen Körpereinsatz mit einer Body-Percussion-Vorführung. Sie benutzten keine Instrumente, sondern erzeugten den Rhythmus zur Original-Musik mit klatschen und stampfen.

Nemo als antikes Mosaik

Im Fach Latein wurde es kreativ. Nach dem Vorbild antiker Mosaike, haben die Schüler Unterwasser-Figuren, wie den Clownfisch Nemo aus dem bekannten Disney-Film, entworfen. Zunächst haben sie ihr Motiv als Mosaik auf Papier gezeichnet, dann griffen sie zu Hammer und Meißel. Ein ehemaliger Schüler des Gregor-Mendel-Gymnasiums hat kostenlos Fliesen, Montagekleber und was die Schüler sonst benötigten, aus seiner Firma geliefert. Die Kinder haben die Fliesen zu kleinen Einzelteilen zertrümmert. Dann haben sie Stück für Stück ihr Motiv zusammengesetzt und damit eine Betonmauer verziert.

Wen die Entdeckungsreise hungrig machte, konnte sich beim großzügigen Kuchenbuffet oder bei Steaks, Bratwürsten und selbstgemachter Holzofenpizza stärken.

Wagner mal anders: Die Ouvertüre des Fliegenden Holländers stellten die Sechstklässler als Body-Percussion-Stück vor.

Hier haben die Schüler versucht, die Naabtalbahn als Modell nach zu bauen. Der Lehrer Johannes Handbaum hat dazu sein Hobby mit in die Schule gebracht. Der ein oder andere der Schüler habe seine Eltern schon um eine Modelleisenbahn angefleht, wie der Lehrer erzählte.

26 Kinder einer fünften Klasse haben das Wattenmeer nachgebaut. Das Thema lautete "Von der Küste bis ins tiefe Meer". Mit Dabei war sogar ein U-Boot aus Karton, mit Licht- und Soundefekten. Die Ideen seien alle von den Kindern gekommen, sagte Kristina Koch, Lehrerin für Geografie und Englisch. Sie habe lediglich beratend eingegriffen.

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