(pkmo) Croissants, Baguettes und Käse - wer an Frankreich und seine kulinarischen Köstlichkeiten denkt, der kann sich vermutlich nur schwer entscheiden. Wie gut, dass man bei den sechs französischen Händlern, die für drei Tage ihre Zelte am Multifunktionsplatz aufschlagen, überall probieren darf. "Manche von den Händlern sind schon seit mehr als zehn Jahren dabei. Sie reisen jede Woche aus Frankreich an", erzählt Horst Brauner, der von Donnerstag, 23. August, bis Samstag, 25. August, zum zweiten Mal in Amberg den französischen Markt veranstaltet. Bereits seit 14 Jahren versucht der Idsteiner die französische Genießerkultur in viele Ecken Deutschlands zu bringen.
Französisches Flair
Bis zu 40 Märkte gibt es jährlich. "Wir sind in ganz Deutschland unterwegs. Viermal im Jahr auch in Hamburg. Aber meistens eher südlich des Weißwurstäquators", sagt Brauner mit einem Lächeln. "Mir ist auch wichtig, dass wir nicht nur Lebensmittel mitbringen. Sondern auch ein Stück französische Lebensfreude. In Frankreich ist das Genießen einfach viel wichtiger." Für Brauner gibt es in Deutschland ein Nord-Süd-Gefälle, was die Genussfähigkeit der Bundesbürger angeht, weshalb die Märkte vor allem im südlicheren Teil stattfinden. Er selbst spricht fließend Französisch und hat seine Liebe zu der Kultur entdeckt, als er zusammen mit einem Freund mit dem Auto durch Frankreich gefahren ist. "Wir haben einmal über mehrere Stunden ein Drei-Gänge-Menü in einem Restaurant gegessen, so etwas kannte ich aus Deutschland nicht", erzählt der Veranstalter.
Da die Händler fast ausschließlich Französisch sprechen, kommt es nicht selten vor, dass Brauner als Übersetzer einspringen muss, was dem Ganzen nur noch mehr Flair verleiht. "Einmal hat ein Händler Fischmarmelade angeboten. Das französische Wort für Pfirsich pêche kann man nämlich auch mit Fisch übersetzen. Er hat natürlich Pfirsichmarmelade gemeint", lautet nur eine von vielen Anekdoten.
Wurst, Käse, Champagner
In den "schwierigen Monaten Dezember und Januar", erklärt Brauner, ist "Le marché français" nur in größeren Städten anzutreffen. "Da haben wir mit den Weihnachtsmärkten eine große Konkurrenz und in kleineren Orten einfach nicht den Zulauf." Ansonsten werden auch in Städten mit rund 30 000 Einwohnern die Spezialitäten angeboten. Ob der Markt noch einmal nach Amberg kommen wird, hängt laut Brauner von der Resonanz ab.
Auf dem Markt angeboten werden verschiedene französische Spezialitäten. Darunter Wurst - und Käsevariationen, Weine und Champagner, aber auch Seifen und Lavendelprodukte. "Für mich ist der Markt die Inkarnation der Provence", schwärmt Brauner. Der Markt am Multifunktionsplatz hat bis Samstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet.













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