Zu sehen ist die Ausstellung "Gratwanderung" im ACC von Montag, 21. Januar, bis Sonntag, 17. Februar. Mit dem außergewöhnlichen Projekt wollen der Bezirk Oberpfalz, die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) und der Verein "Irren ist menschlich" auf die Ausgrenzung psychisch kranker Menschen aufmerksam machen.
30 Werke
Zu sehen sind rund 30 Werke von 29 Oberpfälzer Künstlern mit seelischer Krisenerfahrung. Zugänglich ist die Schau zu den Öffnungszeiten des ACC. Der Eintritt in die Ausstellungsräume ist frei. Bezirkstagspräsident Franz Löffler eröffnet am Montag, 21. Januar, um 19 Uhr die Exposition. Die Öffentlichkeit ist dazu ebenso eingeladen.
"Das Ausstellungprojekt ist ein perfekter Beitrag zur Inklusion", wird Schirmherr und Bezirkstagspräsident Löffler in einer Pressemitteilung zitiert. Er spricht von einer gelungenen Verbindung zweier Aufgabenbereiche des Bezirks: der psychiatrischen Versorgung der Menschen in den bezirkseigenen medizinischen Einrichtungen und der Kulturarbeit des Bezirks. Besonders freut es Löffler, dass sich der Verein "Irren ist menschlich" getraut habe, das künstlerische Schaffen von Menschen mit seelischen Krisen in die Öffentlichkeit zu tragen. "Denn die Herausforderungen, die psychisch kranke Menschen mit sich tragen, interessieren viele nicht", ist Löffler überzeugt.
Mit Preisen ausgezeichnet
Zu sehen sind Zeichnungen, Skulpturen und Objekte, darunter auch die mit Preisen ausgezeichneten Werke von Tone Schmid aus Weiden, Hope (Pseudonym), Harriett Burden (Pseudonym) und Johannes Frank aus Regensburg.
"Für psychisch kranke Menschen ist Ausgrenzung eine der häufigsten Barrieren für die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft", erklärt Löffler. "Das Projekt ,Gratwanderung' bietet eine Möglichkeit, diese Thematik auf besondere Art und Weise an die Öffentlichkeit heranzutragen, die der Bezirk gern unterstützt."
Entstanden ist die Wanderausstellung aus einem künstlerischen Wettbewerb anlässlich des 20. Jubiläums des Regensburger Vereins "Irren ist menschlich". Der Verein setzt sich für die Belange von Menschen mit Psychiatrieerfahrung ein.
Die neunte Station
Amberg ist nach Regensburg, Beratzhausen, Cham, Erbendorf, Kallmünz, Parsberg, Weiden sowie Vilseck die neunte Station der Ausstellung, die anschließend ihren Weg durch die Oberpfalz fortsetzt. Nächster Ausstellungsort ist ab Mittwoch, 20. Februar, das Schmidt-Haus in Nabburg.













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