Amberg
22.11.2019 - 17:32 Uhr

Gregorianische Gesänge modern interpretiert

In die geheimnisvolle Mystik des tiefen Mittelalters eintauchen konnten die Besucher des Konzerts "Faszination Gregorianik" in der Basilika St. Martin.

Die professionellen Sänger Marcus Weigl (links) und Klaus Wenk (rechts) bewiesen als Solisten und im Duo ausgezeichnete gesangliche Leistungen. Bild: ads
Die professionellen Sänger Marcus Weigl (links) und Klaus Wenk (rechts) bewiesen als Solisten und im Duo ausgezeichnete gesangliche Leistungen.

Dazu eingeladen hatten die Katholische Erwachsenenbildung, das Evangelische Bildungswerk und der Pfarrgemeinderat von St. Martin. Mehr als 100 Konzertgäste ließen sich mit Begeisterung in den Bann der jahrhundertalten Gregorianik ziehen, die in einer ungewöhnlichen Frische präsentiert wurde.

Johann Bauer, der Geschäftsführer der Katholischen Erwachsenenbildung, freute sich über das unerwartet große Auditorium. Bevor Klaus Wenk (Tenor) und Marcus Weigl (Bariton) mit den Multi-Instrumentalisten Helmut Kaiser und Heinz Grobmeier auf eine musikalischen Zeitreise gingen, gab es für die Zuhörer grundsätzliche Informationen zum besseren Verständnis dieser Musik. Papst Gregor I. habe im 6. Jahrhundert dem zeitgemäßen liturgischen Gesang den Namen Gregorianik gegeben. "Gregorianische Gesänge sind grundsätzlich einstimmige, liturgische und in lateinischer Sprache gesungene Melodien - ohne Begleitung", erläuterte Wenk. Sie wurden von Papst Gregor erstmals schriftlich festgehalten. Jahrhunderte davor seien die Gesänge nur mündlich weitergegeben worden. Hildegard von Bingen habe der Nachwelt ebenfalls große musikalische Werke aus der Gregorianik hinterlassen. Zu Beginn interpretierten Sänger und Musiker den Conductus "Beata Viscera" von Perotin. Auch zwei Antiphone von Hildegard von Bingen durften nicht fehlen. Die Ausnahmemusiker spielten dabei teils auf selbst gebauten Instrumenten.

 
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