08.07.2019 - 10:10 Uhr
AmbergOberpfalz

Grusel-Grüße: "Morgen seid ihr alle tot"

Die Theatergruppe der Unterstufe brachte am Gregor-Mendel-Gymnasium ein Kriminalstück auf die Bühne, das auch humoristische Elemente aufzuweisen hatte. Wobei der Titel im ersten Moment eher furchteinflößend klingt.

Sie gehen in die 6. und 7. Klasse, sind aber als Schauspielerinnen schon richtig gut – die Mädchen aus dem Gregor-Mendel-Gymnasium.
von Externer BeitragProfil

Neun Schülerinnen aus der 6. und 7. Jahrgangsstufe zeigten unter der Leitung von Christine Kleinert das Stück "Ein Mörder steht im Walde" von Christine Steinwasser. Franziska von Brotlingen (Emma Lederer) und ihre verwöhnten Freundinnen werden von einer ehemaligen Schulkameradin zu drei Tagen im Wellness-Resort eingeladen, inklusive Chauffeur. Als dieser die feinen Damen an einer Straße aussetzt, nachdem sie noch Anhalterin Jo (Marie Gamperl) aufgegabelt hatten, merken sie relativ schnell, dass der Weg nicht ins Luxus-Hotel, sondern geradewegs in einen Wald führt.

Da es zu spät zum Umkehren ist und es auch keinen Handyempfang gibt, dämmert es den Damen, dass sie die Nacht im Wald verbringen. Als auch noch Ruth (Diana Wild) alle biotischen Gefahren aufzählt, die Gruppe aber nur probiotischen Joghurt kennt und Larissa (Katrina Koschukow) ein "schlechterer Orientierungssinn als Toastbrot" bescheinigt wird, taucht ein Brief mit folgendem Wortlaut auf: "Herzliche Grüße von Jessica. Morgen seid ihr alle tot!"

Nachdem sich die erste Panik gelegt hat, findet sich auf der Rückseite ein Hinweis auf von Jessica im Wald versteckte Campingsachen. Beim Aufstellen des Zelts stellen sich die Beteiligten aber auch aufgrund der schlechten Übersetzung der Gebrauchsanweisung recht hilflos an. Nachdem ein Streit entbrennt, wer im Ein-Mann-Zelt übernachten darf, wird die Truppe nach einem Toilettengang dezimiert: Steffi (Stella Husak), die von Franziska wie eine Sklavin behandelt wird, wird vermisst.

Nun kommt die Gruppe ins Grübeln und erinnert sich an diverse Streiche, die Jessica einst gespielt wurden und die auch ursächlich waren, dass diese - schuldlos - der Schule verwiesen wurde. Als Melissa (Angelika Belz) von einer Kreuzotter gebissen wird und sich alleine auf den Rückweg macht, Chantal (Marietta König), Juli (Amelie Kny) und Nihal (Fadim Yüksel) nach einer Erkundungstour nicht mehr auftauchen, Ruth von einer wildgewordenen Bache angegriffen wird und Franziska Tollkirschen isst, bleiben nur noch Jo und Larissa übrig. Letztere ist über die plötzliche Rückkehr der vermeintlich toten "Dienerin" Steffi sichtlich erstaunt, bis Jo und Steffi ihr offenbaren, dass sie beiden die Schwestern von Jessica sind, die Rache an deren ehemaligen Schulkameradinnen nehmen wollen, die Jessica durch ihr Mobbingverhalten in die Psychiatrie gebracht hatten. In Panik knallt Larissa an einen Felsen und verstirbt als letzte der Truppe ebenfalls: "Schade, jetzt kann ich ja gar niemanden umbringen", sagt Steffi. Somit haben sich Jessicas einstige Mobber selbst gerichtet.

Schulleiter Peter Welnhofer dankte für die "überzeugende und gruselige Vorstellung", Kleinert für Regie und Leitung, der Licht- und Tontechnik und den Fotographen. Für die Leistung der Mädchen, die eineinhalb Stunden voller Begeisterung schauspielerten, gab es viel Applaus.

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