15.02.2019 - 11:05 Uhr
AmbergOberpfalz

Als die Hexennacht noch in den Sternen stand

Heute ist die Hexennacht eine Großveranstaltung. Tausende Menschen verkleiden sich am unsinnigen Donnerstag, pilgern zum Marktplatz und tanzen zu den Klängen einer Live-Band. 1997 war das noch anders.

Weiberfasching 1997: Durch die Amberger Fußgängerzone zieht eine Gruppe Hexen. Die verkleideten Damen ernten zum Teil verständnislose Blicke (im Bild Oberhexe Barbara Lanzinger). Fünf Jahre später wird zum ersten Mal die Hexennacht veranstaltet. Heute ist das ein Mega-Event.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Am 7. Februar 1997 stand in der Amberger Zeitung: "Zumindest was die Passanten in der Fußgängerzone angeht, haben die offenbar noch nicht mitbekommen, dass Weiberfasching ist. Einige verständnislose oder gar grantige Blicke muss die wilde Faschingstruppe in ihren schaurigen Kostümen schon einstecken, als sie durch die Fußgängerzone stürmt. Vor dem Rathaus zeigt sich dann allerdings, dass es auch in der Vilsstadt noch Faschingsfreunde gibt, die viel Humor haben und es in der narrischen Zeit auch gerne mal richtig krachen lassen. Begleitet von den beiden Musikanten wird geschunkelt, getanzt und die Faschingslieder kann ein echter Narr ohnehin alle auswendig mitsingen."

Es sollte noch eine Weile dauern, bis zum ersten Mal die Hexennacht auf dem Marktplatz über die Bühne ging. Fünf Jahre später, in der Ausgabe vom 26./27. Januar 2002 war zum ersten Mal von der Großveranstaltung die Rede: "Ab 18 Uhr startet die erste Amberger Hexennacht am Marktplatz. Für diverse Zaubertränke ist gesorgt. Musikalisch richtig einheizen werden die Rauhbirln – teuflisch gut spielende und aussehende Hexenmusikanten. Mitmischen können alle, die’s gern narrisch haben." Geboren war die Hexennacht. Jedes Jahr werden es mehr Maskierte, die am unsinnigen Donnerstag das Herz der Altstadt zur Partyzone machen.

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