19.11.2019 - 11:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Integrative Onkologie: Bei Krebs nicht nur Schulmedizin

Der Förderverein Familiengesundheit setzt weiterhin auf den ganzheitlichen Ansatz bei der Krebstherapie. Dazu wurde die Integrative Onkologie am Klinikum Amberg installiert, deren finanzielle Unterstützung Hauptaufgabe des Vereins ist.

Sie stehen an der Spitze des Fördervereins (von links): Tonia Auer, Andrea Neumaier, Brigitta Schöner, Wolfgang Meier, Christl Luber und Michael Bader.
von Adele SchützProfil

Bei der Jahreshauptversammlung überließ FFGO-Vorsitzende Brigitta Schöner deswegen zunächst Doris Kölbl das Wort. Sie koordiniert die Integrative Onkologie am Klinikum und sagte: "Die Patienten haben Angst vor der Krebserkrankung, ihren Folgen und den Nebenwirkungen der Therapien und möchten an der Behandlung mitwirken und aktiv werden."

Die Integrative Onkologie biete einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Nicht nur die klassische Schulmedizin komme zum Einsatz. Wert werde auch auf Trainings- und Bewegungstherapie, Ernährung, Entspannung, Yoga, Psychoonkologie und Kunsttherapie gelegt. Das Angebot erfolge immer in Abstimmungen mit dem behandelnden Ärzten. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Angebote vor Ort sind. Bei der Finanzierung seien die Verantwortlichen zum Großteil auf Spenden angewiesen, da sich die Krankenkassen nicht beteiligen. An dieser Stelle komme der Förderverein ins Spiel. Denn bisher gebe es nur mit der DAK eine Vereinbarung. Die Kasse gewähre in einem reduzierten Leistungsumfang Zuschüsse. Doris Kölbl wies auch noch auf die neue Kooperation mit einem italienischen Biobetrieb aus der Toskana hin, der die Aktivitäten in den kommenden drei Jahren mit 25 000 Euro unterstützen will. FFGO-Vorsitzende Brigitta Schöner berichtete über des Hauptprojekt Integrative Onkologie und darüber, dass das offene Atelier von Michaela Peter gut angenommen werde. Inzwischen gebe es einen Abend- und Vormittagskurs. Positiv fiel der Kassenbericht von Tonia Auer aus. Bei den Wahlen wurde Vorsitzende Brigitta Schöner bestätigt. Ihre Stellvertreterin ist Andrea Neumaier. Christl Luber fungiert als Schriftführerin, Tonia Auer kümmert sich wie bisher um die Kasse, die von Michael Bader und Wolfgang Meier geprüft wird. Professor Anton Scharl ist ärztlicher Beirat.

Spontan war die Kunsttherapeutin Michaela Peter für die Gestaltung des informativen Teils der Jahreshauptversammlung eingesprungen, nachdem der geplante Referent kurzfristig abgesagt hatte. Sie gab einen Einblick in den Ansatz und Wirkungsweise ihrer Form der therapeutischen Unterstützung im offenen Atelier, das seit zehn Jahren existiert. Im Anschluss an den Kurzvortrag hatten die Frauen die Möglichkeit, diese Therapieform kennenzulernen und ihre Wirkungsweise zu erfahren.

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