18.06.2019 - 19:45 Uhr
AmbergOberpfalz

Interkultureller Garten wächst

Die Herkunft? Egal! Die Religion? Nebensache! Das Ziel? Miteinander den interkulturellen Garten beleben und dabei ein Fest feiern, das es in Amberg in dieser Form so bisher noch nicht gegeben hat.

Gemeinsam Zuckerfest feiern
von Externer BeitragProfil

Astrid Knab, die Ehrenamtskoordinatorin für Flüchtlingshilfe des Malteser-Hilfsdienstes; ist außer sich vor Freude: "An den vergangenen beiden Wochenenden war richtig was los im neuen interkulturellem Garten." An der Otto-Wöhlert-Straße, dem auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände parallel zur Vils führenden Weg, wurde nun sogar nachträglich das Zuckerfest gefeiert, das üblicherweise Anfang Juni zeitgleich mit dem Ende des Fastenmonats Ramadan zusammenfällt.

"Das Fest des Fastenbrechens heißt auf Arabisch Id al-Fitr und auf Türkisch Seker Bayrami", weiß Knab und erzählt davon, dass das Zuckerfest meist drei Tage lang gefeiert wird: " Mit ihm danken Muslime Allah dafür, dass sie das Fasten und alle damit verbundenen Aufgaben und Anstrengungen geschafft und überstanden haben. Außerdem bitten sie Allah, ihre Gebete und ihre Mühe im Ramadan anzunehmen und ihnen ihre Fehler zu verzeihen." Viele Muslime feiern das Fest des Fastenbrechens mit gemeinsamen Gebeten in der Moschee. Anschließend treffen sie sich mit Freunden und Verwandten und beschenken sich. "Ein bisschen wie unser Weihnachtsfest", sagt Astrid Knab. In Amberg war das etwas anders. Es gab ein großes gemeinsames Picknick.

Wer wollte, konnte einen Grill nutzen und die Integrations-Lotsen bereiteten auf dem Lagerfeuer Suppe zu. Mit der Resonanz ist Astrid Knab zufrieden: "Mehr als 100 Menschen, Deutsche und Muslime aller Nationen, waren der Einladung gefolgt und verbrachten eine schöne Zeit."

Gemeinsam gekocht wurde dann auch noch. Am Samstag verlegten die Organisatoren den internationalen Kochtreff in den Garten. Astrid Knab dazu wörtlich: "Wie immer haben alle zusammengeholfen und leckere Gerichte zubereitet."

Sogar die einen oder anderen Kräuter aus dem interkulturellen Garten wurden geerntet und verwendet. Es gab Shish Kebab und afrikanisches Hähnchen vom Grill. Dazu gefülltes arabisches Brot, iranische Kräutersuppe mit Lammfleisch und Apple Crumble. "Bis in den Abend hinein saßen dann alle noch gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot und Lagerfeuermusik zusammen."

Wer gerne noch eigenes Gemüse anbauen oder sich bei den Gemeinschaftsarbeiten im interkulturellem Garten beteiligen möchte, kann sich bei Astrid Knab (49 33 55 oder 0160/9 75 73 52) melden. Nächster Termin für Gemeinschaftsarbeiten: heute von 16 bis 20 Uhr.

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