Update 18.02.2020 - 11:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Jugendliche Randalierer am Amberger Bahnhof

Jugendliche, darunter ein 15-Jähriger, haben am Amberger Bahnhof randaliert. Sie hielten sich dabei auch im Gleisbereich auf und gefährdeten sich selbst. Die Polizei setzte Schlagstock und Pfefferspray ein.

Mit randalierenden Jugendlichen hatte es die Polizei am Freitagabend am Amberger Bahnhof zu tun.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Wie die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen am Montag mitteilte, haben am Freitag mehrere Jugendliche am Bahnhof in Amberg randaliert. Gegen 19 Uhr war die Meldung bei der Polizeiinspektion Amberg eingegangen. Es hieß zunächst, eine mit einem Messer bewaffnete Person halte sich im Gleisbereich auf. Tatsächlich traf nach Angaben der Bundespolizei eine Streife der Amberger Polizei eine Person im Gleis an. Der mehrfachen Aufforderung, das Gleis zu verlassen, sei der Jugendliche nicht nachgekommen. Die Beamten mussten ihn deshalb vom Gleis holen. Dabei wehrte sich der 15-Jährige so sehr, dass die Polizisten einen Schlagstock einsetzen mussten. Ein weiterer Jugendlicher bedrohte die Polizeibeamten, die sich daraufhin mit Pfefferspray zur Wehr setzten.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Gegen den stark alkoholisierten 15-Jährigen liegt laut Aussage der Polizei bereits ein von März 2019 bis 2021 dauerndes befristetes Hausverbot der Bahn AG für den Amberger Bahnhof vor. Die Polizei brachte den jungen Mann ins Klinikum, wo auf richterliche Anordnung eine Blutentnahme erfolgte. Wegen der Vorfalls waren am Freitag zwischen 19.23 und 19.25 Uhr die Gleise gesperrt worden. Zu Zugverspätungen oder gar Ausfällen sei es dadurch nicht gekommen, so die Bundespolizei.

Info:

Artikel korrigiert

Den obenstehende Artikel haben wir 16 Stunden nach der Veröffentlichung korrigiert. Hintergrund ist eine berichtigte Pressemitteilung der Polizei. In der ersten Mitteilung war irrtümlich gemeldet worden, dass der 15-Jährige im Gleis mit einem Messer bewaffnet war.

"Die bei der PI Amberg eingehende Meldung bezüglich des Messers bestätigte sich jedoch vor Ort nicht", heißt es in der nachgereichten Mittelung. Und weiter: "Tatsächlich traf die Streifenbesatzung eine Person an, die der mehrfachen Aufforderung die Gleise zu verlassen nicht nach kam und stattdessen die Beamten mit weit ausholenden Armbewegungen bedrohte. In der Dunkelheit mussten die Beamten davon ausgehen, dass der junge Mann tatsächlich mit einem Messer bewaffnet war." Nur unter Anwendung des Einsatzschlagstockes sei es schließlich gelungen, den jungen Mann aus den Gleisen zu entfernen. "Dieser Maßnahme widersetzte sich der 15-Jährige energisch. Ein Messer führte er jedoch nicht mit."

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