01.12.2019 - 17:11 Uhr
AmbergOberpfalz

Klösterliche Weihnacht: Alles dreht sich um die Nuss

Weihnachten ist nicht nur eine Märchen-, sondern auch eine Nusszeit. So verwebt die 24. Klösterliche Weihnacht des Landkreises das Thema Nuss mit dem Weihnachtsmärchen vom Nussknacker. Und Horst Seehofer leistet auch einen Beitrag.

Hinter den Zahlen auf den Haselnüssen verbergen sich die Preise der Tombola.
von Externer BeitragProfil

Außerdem lässt die Veranstaltung, die heuer am 7. und 14. Dezember im Kurfürstlichen Zeughaus stattfindet, mit goldenen Glücksnüssen auf super Preise hoffen und betont mit den Morisken den kulturellen Reichtum Schmidmühlens und des Landkreises. Bundesinnenminister Horst Seehofer bekundet mit einem Morisktentänzer für die Tombola sein besonderes Verhältnis zu Amberg-Sulzbach.

Angeboten werden wie immer Kunst, Kultur, Schönes und Leckeres, Außergewöhnliches und Traditionelles aus Deutschland und den Partnern aus Afrika und Asien; Genähtes, Gestricktes, Geschnitztes, Schmuck und Weihnachtsschmuck, Bücher, liebliche Engelsheerscharen, klösterliche Wachskunst, Süßes und Schokoladiges aus der Himmelsbäckerei Weber und alles angereichert mit dem Thema Nuss.

Auch am Auftakt am Samstag, 7. Dezember, 11 Uhr, mit dem Schirmherrn Landrat Richard Reisinger, Guardian Pater Seraphim vom Franziskaner-Kloster auf dem Mariahilfberg, dem Freundeskreis König Ruprecht und dem Nikolaus mit Kinderbescherung wird sich einiges ändern. Nikolaus bringt diesmal ein Säckchen Nüsse mit, getreu nach Theodor Storm: "Äpfel, Nuss und Mandelkern essen brave Kinder gern". Die Schüler der Josef-Voit-Schule Freihung entführen in das Märchenreich von Peter Tschaikowskijs Ballett „Der Nussknacker“, einstudiert von Mariola Schertl unter der Leitung von Rektorin Ulrike Frank. Das bunte Bild ergänzen burleske Morisken, die Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun vorstellt. Den musikalischen Rahmen gestalten der MGV Liedertafel, die Kindergartenkinder Marienheim und die Ensdorfer Volksmusik.

Kostbarer Besitz Morisken

Die 1480 von Erasmus Grasser geschnitzten Moriskentänzer zählen zum kostbarsten Besitz des Münchner Stadtmuseums. Geboren wurde Grasser in Schmidmühlen. Bürgermeister Braun spricht nach Auftakt und Mittagspause um 13 Uhr (circa 20 Minuten) über die Bedeutung Grassers, seine Morisken und ihre Präsentation in Schmidmühlen. Die Moriskentänzer sind neben dem Münchner Kindl das bestvermarktete "Maskottchen" der Stadt München. Der Name der Figuren bezieht sich auf ursprünglich wohl maurische Springtänze, die an den großen Höfen aufgeführt wurden. Ein Film zum Thema wird an beiden Samstagen in häufiger Wiederholung gezeigt.

Bei der Tombola können zwei Morisken-Figuren gewonnen werden; ein Zattelrock, den Innenminister Horst Seehofer gespendet hat, und ein weiterer im Wert von etwa 200 Euro. Die dicksten Preise neben den Morisken sind ein vergoldeter (24 Karat) Drei-Liter-Beam-Samowar (Wasserkocher zur Teebereitung), ein Rubincollier mit Armband, eine Rosenthal-„La Traviata“-Bühnen-Edition von Björn Wiinblad und eine Dobmeier-Torte.

Gewinne aus der Nuss

Wer an den Ständen von Sozialdienst katholischer Frauen, Kloster Maria-Hilf-Berg/LAFIA, Kolping-Bildungswerk, Kloster Ensdorf/Don Bosco, Blindenhilfe, Projekthilfe Dr. Luppa und Schulprojekt Gambia ab fünf Euro einkauft, bekommt eine „goldene“ Haselnuss geschenkt. Wer Glück hat, findet eine Nuss mit Zahlen von 1 bis 35. Die Preise werden im König-Ruprecht-Saal präsentiert und am Samstag, 14. Dezember, um 15 Uhr ausgegeben.

Besonderes hat sich auch Helga Mauritz aus Sulzbach-Rosenberg einfallen lassen. Sie arbeitet Jesukindlein in der Walnuss-Schale, denn im christlichen Symbolkanon repräsentiert die Walnuss die göttliche Ganzheit: Die Hülle steht für das Fleisch Christi, die harte Schale für seine Knochen, der Kern für seine göttliche Natur.

Diese Morisken-Figur hat Horst Seehofer für die Tombola gespendet.
Höhepunkte des Programms:

Die gesundheitlichen Aspekte des kleinen „Vitalstoffwunders Nuss“ behandelt am 14. Dezember Johanna Eisner bei ihrem Hildegard-Frühstück (ab 9 Uhr) und der anschließenden Hildegard-Sprechstunde. Über die Nuss im Märchen, in Magie, Erotik und Zauberkraft weiß Barbara Söllner einiges zu erzählen, die bekannte Darstellerin der Freudenberger Bauernbühne. Nicht umsonst wird seit alters her der Haselzweig als Wünschelrute verwendet und „in die Hasel gegangen.“ Nach einer alten Sage aßen in der Urzeit die Menschen Eicheln, die Götter aber verspeisten Walnüsse.

Speziell zum Nachmittagskaffee am 14. Dezember bietet der Sozialdienst katholischer Frauen zusätzlich zum übrigen Angebot einen besonderen Bienenstich an und Himmelsbäcker Weber Nussdukaten sowie Nuss-Sablé.

Für Nuss-Fans gibt es ohnehin ein breites Angebot: Nussplätzchen, -kuchen, -schokolade, Mandel-Florentiner, Walnüsse in Honig (bei Roland Singer), feine Liköre aus Nüssen der Klostergärten, „Fogliette di Santa Chira“ der Klarissen aus Assisi, die Pater Janusz wieder aus Italien holt.

Der Sozialdienst katholischer Frauen bietet (in enger Zusammenarbeit mit den Hildegard-Expertinnen Eisner und Marielle Gramolla) aus der Hildegard-Küche an: Tee, Kaffee, Nervenkekse, Gewürz-Sterntaler, Linzer Schnitten, Lebkuchen aus Dinkelmehl, Oberpfälzer Kartoffelsuppe, Quittenmus, Petersilientrank, Galgantwein, Gewürzkuchen, Dinkel-Walnuss- und Dinkel-Nuss-Plätzchen

Der Modelleisenbahnclub Amberg stellt eine Modellbahnanlage der Spurweite H0 aus. Der kleine Lokführer von morgen kann hier den ersten Zug steuern.

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