Update 04.06.2018 - 16:36 Uhr
AmbergOberpfalz

Klopfer braucht eine Bleibe

Schwer vermittelbar seien Kaninchen in der Region. Die Gründe dafür erklärt Sabine Falk an einem Info-Tag über Kleintierhaltung im Tierheim.

Stahlblaue Augen zum Verlieben. Dieser Meister Lampe wartet auf ein neues zu Hause.

(dwi) Mit einem Shuttle-Bus vom Gewerbegebiet in Gailoh wurden Besucher an diesem Info-Tag zum Tierheim gefahren, weil Parkplätze rar sind und der Verkehr auf der beengten Straße zwischen dem Forst- und Landwirtschaftsgelände für alle Beteiligten unzumutbar sei. Vorsitzende des Tierschutzvereins Sabine Falk bemüht sich um ein wohlgesonnenes Beisammensein. "Der Informationstag über Kaninchen und Meerschweinchen musste aber sein", erklärt sie. Vierzig Kaninchen warten auf ein neues zu Hause. Das Interesse an Kleintieren sei im Amberger Raum sehr gering.

(dwi) Mit einem Shuttle-Bus vom Gewerbegebiet in Gailoh wurden Besucher an diesem Info-Tag zum Tierheim gefahren, weil Parkplätze rar sind und der Verkehr auf der beengten Straße zwischen dem Forst- und Landwirtschaftsgelände für alle Beteiligten unzumutbar sei. Mit anderen Worten: Sabine Falk bemühte sich um ein wohlgesonnenes Beisammensein: "Der Informationstag über Kaninchen und Meerschweinchen musste aber sein."
40 Kaninchen warten laut der Vorsitzenden des Tierschutzvereins auf ein neues Zuhause. Das Interesse an Kleintieren sei im Amberger Raum sehr gering. Gibt es dann doch Interessierte, haben diese meist eine falsche Vorstellung über die Art der Haltung. Die Vereine "Kaninchenhoffnung" und "Aktiv für Meerschweinchen" standen Sabine Falk an diesem Tag bei der Aufklärung zur Seite.
Bevor die Vermittlung erfolgt, will Falk Fotos sehen, ob der Klopfer auch artgerecht leben kann. Kaninchen werden traurig, wenn man sie alleine hält. Auch Meerschweinchen sind kein Ersatz für das Leben zu zweit, obwohl diese unterschiedlichen Gattungen durchaus miteinander gehalten werden können. Die Größe des Geheges (keine Käfige), Pflege und Futter seien ausschlaggebend für das Wohl. Um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten, fährt Falk auch gerne mal über 100 Kilometer, um Tiere persönlich bei ihren neuen Eltern abzugeben. Was für die einen den perfekten Service darstellt, ist anderen ein Dorn im Auge. Falk steht zu dieser Kontroll-Maßnahme.
Es kam schon vor, dass ein Tierfachhandel sie anrief und darüber informierte, dass Meerschweinchen-Käfige gekauft wurden - für einen Hasen aus dem Tierheim. Auch ein Herr vom Bund Naturschutz wollte Kaninchen adoptieren. "Allerdings für seine Greifvögel zum Jagen", erzählte Sabine Falk empört. Umso mehr freut es die Tierschützerin, wenn ihre Schützlinge mit eigenen Zimmern ausgestattet werden.

 

 

 

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