Mit alten Eisenbahnliedern wie "Schon wieder tönt's vom Schachte her" und "Glück auf, der Steiger kommt" stimmten sich das Publikum, die Veranstalter sowie der Autor und Geowissenschaftler Ulrich Stanjek auf die Präsentation seines neuesten Werkes "Als die Bahnen laufen lernten - zur Frühgeschichte der Eisenbahn" ein. In der Buchhandlung Mayr erzählte der gebürtige Amberger Stanjek auch, was ihn dazu bewegte, das Buch zu veröffentlichen. Natürlich las er aus ihm auch einige Stellen vor.
Die Geschichte des spurgebundenen Verkehrs in Deutschland ist wesentlich älter als die Eisenbahn selbst, erfuhren die Zuhörer. Von Schlitten über Schubkarren bis hin zu Berg-Truhen mit vier Rändern, welche Hunte genannt wurden, gab es zahlreiche verschiedene Hilfsmittel für die Bergleute. Die Art dieser Lasten-Wagen im Stollen wurde dabei über Jahrzehnte immer fortschrittlicher und moderner.
"Die Frühgeschichte der Eisenbahn war nur unzureichend erforscht", erklärte der promovierte Geograf Ulrich Stanjek. Daher machte er es sich vor Jahrzehnten zur Aufgabe, nach alten Quellen, meist Bildmaterial, zu suchen, es auszuwerten und damit nachzuweisen, wie der Mensch zur Eisenbahn kam.
Nach der Teilnahme der fünften International Early Railway Conference in Wales im Jahr 2012 stand Stanjeks Entschluss fest, das erste deutschsprachige Buch über die frühe Eisenbahngeschichte zu veröffentlichen. "Nach sechs Jahren intensiver Arbeit und Forschung freue ich mich sehr, heute mein Werk in Amberg vorzustellen. Ich sehe viele meiner früheren Klassenkameraden unter den Gästen und würde behaupten: Das ist ein Heimspiel", zeigte sich Stanjek erfreut. Zum Ende der Veranstaltung signierte er seine Bücher und stand zahlreichen Fragen Rede und Antwort.



















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