22.05.2020 - 17:14 Uhr
AmbergOberpfalz

Kultur-Schloss Theuern nach Corona-Zwangspause wieder offen

Nach fast acht Wochen Coronavirus-bedingter Durststrecke kehrt wieder Leben ins Kultur-Schloss Theuern ein. Die Besucher müssen Abstand halten - nicht zu den Exponaten, wohl aber zu anderen Gästen.

Museumsleiter Martin Schreiner und Mitarbeiterin Erika Hassler stehen bereit und warten nach dem Re-Start auf die ersten Besucher des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern in Theuern.
von Externer BeitragProfil

Um das Kultur-Schloss Theuern mit dem Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern wieder zu öffnen, hatte Museumsleiter Martin Schreiner mit Landrat Richard Reisinger und dem Gesundheitsamt in den vergangenen Wochen ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept arbeiten müssen. Dieses sieht vor, dass Besucher im Museum eine selbst mitgebrachte Schutzmaske tragen und ihre Hände desinfizieren müssen.

Hausinternes Schutzkonzept

Der Sicherheitsabstand von zwei Metern zum Personal und anderen Museumsbesuchern ist einzuhalten. "Die Gesundheit unserer Besucher steht an oberster Stelle. Mit dem hausinternes Schutz- und Hygienekonzept können wir dies gewährleisten", betont Schreiner, der seit Jahresbeginn 2020 die Einrichtung leitet.

Schreiners Vision für das Kultur-Schloss Theuern

Amberg

Somit ist ab sofort das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern dienstags bis samstags von 9 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Karten für die Außenstellen des Museums können im Kultur-Schloss gekauft werden. Im Hauptgebäude selbst sind die Ausstellungen zu den Themen Glas und Porzellan sowie die Mineralienabteilung zu sehen.

Weiterhin startet mit der Wiedereröffnung der Einrichtung die kostenlose Mini-Präsentationsreihe "Faszination Bergbau- und Industriegeschichte - zwölf Museumsschätze erzählen" in der Eingangshalle des Schloss-Hauptgebäudes. In dieser Serie werden Laufe des Jahres zwölf Gegenstände - und damit jeden Monat einer - aus dem musealen Objektbestand vorgestellt, die spannende und oft kuriose Geschichten zu erzählen haben.

Dieses Angebot richtet sich laut Schreiner vor allem an Museumfans und Kulturinteressierte mit wenig Zeit, die nur auf einen kurzen Sprung vorbeischauen wollen. Auch über Facebook könne das Projekt verfolgt werden. In den sozialen Medien würden die einzelne Objekte im Vorfeld angekündigt, so dass sich jeder die Gegenstände, die ihn besonders interessieren, für einen Kurzbesuch im Museum gezielt raussuchen kann. Aktuell zu sehen sind "Henkelmänner", emaillierte Blechgefäße, in denen früher die Bergleute und Industriearbeiter ihre Mahlzeiten transportierten und aufbewahrten.

Die Zeit der Corona-Zwangspause hat Martin Schreiner zudem genutzt, die Sonderausstellung "Wunderwelt Sand" vorzubereiten. Diese ist bereits öffentlich zugänglich, die offizielle Eröffnung muss aber wegen der Corona-Beschränkungen noch warten.

Sand aus zwei Perspektiven

Die Ausstellung im Kultur-Schloss nähert sich dem Thema Sand aus zwei verschiedenen Blickrichtungen. Einerseits wird die essenzielle Bedeutung des durchaus endlichen Rohstoffes Sand für die moderne Lebenswelt anhand unterschiedlicher Industriebereiche behandelt: Sand ist nach Wasser der zweitwichtigste Rohstoff der Welt. Andererseits wird bei der Schau aber auch die fundamentale Rolle und Wichtigkeit des Sandes als Lebensraum für Pflanzen und Tiere vorgestellt.

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