Amberg
06.06.2018 - 12:04 Uhr

Kunst des Chillens und Schaffens

So richtig zufrieden geben können sich die drei Organisatorinnen des Künstlersymposiums,das dieses Jahr in einer völlig anderen Umgebung stattfindet. Helmut Zinkl stellt dafür das alte Firmengelände an der Kastler Straße zur Verfügung.

Vernissage, die gleichzeitig eine Finissage ist

Das Motto „-siv“ des sechsten Amberger Künstlersymposiums erschließt sich erst, wann man auf die Einladungskarte oder das Veranstaltungsplakat schaut.

Eine beachtliche Bandbreite zeigen 20 Künstler, die beim Symposium in Amberg gemeinsam arbeiten.

Bild: Petra Hartl Petra Hartl
Vernissage, die gleichzeitig eine Finissage ist Das Motto „-siv“ des sechsten Amberger Künstlersymposiums erschließt sich erst, wann man auf die Einladungskarte oder das Veranstaltungsplakat schaut. Eine beachtliche Bandbreite zeigen 20 Künstler, die beim Symposium in Amberg gemeinsam arbeiten. Bild: Petra Hartl

Von Johann Frischholz

Ihm und zahlreichen anderen Unterstützern dankten Marion Mack, Michaela Peter und Gina Uber bei der Schlussveranstaltung. Denn ohne helfende Hände und einigen finanziellen Zuwendungen - die der Stadt Amberg überbrachte Bürgermeisterin Brigitte Netta höchstpersönlich - wäre es kaum möglich gewesen, dieses Vorhaben zu starten.

20 Künstler haben eine Woche lang gemeinsam gearbeitet, gegessen und gefeiert. Die Ergebnisse, die bei dieser intensiven Beschäftigung mit ihren Werken herausgekommen sind, waren am Samstagabend zu sehen und sind es auch noch am Samstag, 9. Juni, von 16 bis 22 Uhr sowie am Sonntag, 10. Juni, von 11 bis 18 Uhr, denn es wäre zu schade, die Exponate, die in der ganzen Bandbreite der Kunst und den aus den Einfällen der Künstler entstanden nur einen einzigen Tag lang zu zeigen.

Michaela Peter hätte gerne gleich weitergemacht. "Es hat super Spaß gemacht und könnte meinetwegen noch ein halbes Jahr weitergehen", meint die Ambergerin. Und Michael Dandorfer von der neu entstandenen "Musikabteilung" fühlt sich gar beflügelt von der Anwesenheit so vieler kreativer Köpfe in den Werkhallen des vormaligen Autohauses.

Professionell und ganz zurückhaltend, als wären sie gar nicht da, agierte ein Videoteam von der benachbarten Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH). Die vier Studierenden produzierten eine Dokumentation über das Künstlersymposium, die auch von der Hochschule benotet wird. Für sie ist das ganze einfach eine "coole Veranstaltung", die ihnen ermöglicht viel Material für ihre Doku zu filmen.

Besonders bemerkenswert fanden sie die "gechillte Atmosphäre" die trotz intensiver Arbeit herrschte. Dem wollte sich Marcus Trepesch nicht ganz anschließen, aber nur, weil ihm der Begriff "chillen" unpassend erscheint. Er stellt auch einen wirklich großen Unterschied zu den Symposien früherer Jahre fest, nämlich dass trotz der 20 Teilnehmer der Platz, den jeder von ihnen zur Verfügung hat, um sich unbedrängt zu verwirklichen, weiträumig wirkt, dass manche der Künstler sich nicht einmal gegenseitig sahen, weil sie ihre "Ateliers" in verschiedenen Räumen installiert hatten.

Die ganzen Stilrichtungen und Techniken aufzuführen, mit denen die beteiligten Künstler gearbeitet haben, hier aufzuzählen, ist nicht möglich. Deshalb ergeht die Empfehlung an alle kunstinteressierten Personen, während des Altstadtfests am Wochenende ein paar beschauliche Minuten einzulegen und die Ausstellung zu besuchen. Es werden auch Führungen angeboten.





Künstlersymposium im ehemaligen Autohaus Fischer Petra Hartl
Künstlersymposium im ehemaligen Autohaus Fischer
 
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