21.02.2020 - 16:40 Uhr
AmbergOberpfalz

Lehrabschluss der Metall-Innung

Während die Gesamtwirtschaft schwächelt, melden die zu 82 Prozent ausgelasteten bayerischen Handwerksbetriebe positive Zahlen. Sie erzielten 2019 über 126 Milliarden Euro Umsatz, so Manfred Rauscher, Obermeister der Metall-Innung.

Innungsobermeister Manfred Rauscher (links), stellvertretender Kreishandwerksmeister Rudi Gössl (rechts) und Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny (Dritter von rechts) gratulierten (ab Zweiter von links) Ezat Mir Nassiri (Metallbau Kiener, Amberg), Jan Sager und Alexander Wolf (Metallbau Vollmuth, Sulzbach-Rosenberg), Jakob Stauber und Fabian Krybus (Auer GmbH, Ebermannsdorf), Kevin Keck (Dorn & Schörner, Etzelwang).
von Autor GFProfil

Die Tradition der Freisprechungsfeiern, die zurück bis ins Spätmittelalter geht, wird auch heute noch im Handwerk gepflegt. Wie Manfred Rauscher, Obermeister der Metall-Innung, erklärte, scheide der Lehrling mit der Freisprechung aus dem Familienverband seines Meisters aus und trete in ein Arbeitsverhältnis ein. Rauscher ging auch darauf ein, was Metallbauer leisten: Sie fertigen Überdachungen, Fassadenelemente, Tore, Fensterrahmen oder Schutzgitter aus Stahl oder anderen Metallen, bauen Schließ- und Sicherheitsanlagen ein. Dabei müssten sie meist auf detaillierte Kundenwünsche eingehen.

"Die von uns ausgebildeten Gesellen sind auch in der Industrie gefragte Spezialisten", sagte Rauscher. Das alte Sprichwort "Handwerk hat goldenen Boden" gelte nach wie vor, das mittelständische Handwerk sei im großen Gefüge der Marktwirtschaft ein starker und leistungsfähiger Partner. Rauscher stellte heraus, auf Unternehmen, die auf Kosten anderer schnellen Gewinn erzielten wollten, könne man verzichten. "Wir brauchen Betriebe, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen", betonte er. Rauscher erinnerte seine Jung-Gesellen daran, dass ohne Fort- oder Weiterbildung - etwa zum Metallbaumeister oder Bachelor professional - kein erfülltes Berufsleben zu erreichen sei. Das Handwerk gehört laut Rauscher zu den bedeutendsten und zukunftsorientiertesten Wirtschaftszweigen in Bayern, "das steht zweifelsfrei fest". Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny zollte den jungen Metallhandwerkern größten Respekt. Auf ihren Gesellenbrief könnten sie stolz sein, sagte er zu den ehemaligen Lehrlingen. Auf ihr Wissen könnten sie nun aufbauen, um eine fortschreitende Digitalisierung werde keiner herumkommen. Nun gelte es, maßgeschneiderte Lösungen für die Kunden zu planen, zu konstruieren und damit zum "Problemlöser" zu werden. Stellvertretender Kreishandwerkmeister Rudi Gössl sagte, die jungen Metallhandwerker hätten sich für einen sicheren Beruf entschieden. Mit dem Gesellenbrief zählen sie zu Spitzenleuten im Handwerk.

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