20.11.2018 - 14:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Leichter Spagat zwischen den Stilen

Mehr als ein Jahr lang haben sie diesen Tag vorbereitet: Die Mädchen der Medifit-Tanzschmiede zeigten auf der großen Stadttheater-Bühne, dass sich hartes Training und Spaß am Tanzen nicht ausschließen.

von Redaktion ONETZProfil

Tanz ist vielseitig - das haben die Tänzerinnen am Sonntagnachmittag bewiesen. Tanzlehrerin Kristiane Maaß hatte gemeinsam mit ihrer Tochter Anika ein Programm aus 18 Tänzen mit den acht verschiedenen Gruppen der Kümmersbrucker Tanzschule auf die Beine gestellt. Eröffnen durften das die Mädchen der dritten Gruppe mit einem Lied aus dem Musical Grease - und brachten prompt gute Laune in das gut gefüllte Rund. Weiter ging es im Programm mit der Gruppe eins - den "Großen", die zu "Feel it still" eine nahezu fehlerfreie Modern-Dance-Performance ablieferten.

Sogar die ganz kleinen - Kinder ab vier Jahren - konnten zeigen, was sie schon gelernt haben: Ohne spürbare Aufregung tanzten sie zu Schostakowitschs "Hochzeitswalzer". Auch Hip-Hop wird im Medifit unterrichtet: Das bewies Formation zwei eindrucksvoll. Die Mädchen mit etwa zehn Jahren Tanzerfahrung hatten hart an der Choreographie zu "Closer" von den Chainsmokers gearbeitet. Das und viele andere Details und Hintergründe waren für das Publikum in kurze Anmoderationen vor jedem Tanz verpackt, die die jungen Tänzerinnen selbst vortrugen. Einen Höhepunkt vor der Pause lieferte erneut die Gruppe eins: Sie führte eine Choreographie im Contemporary Dance auf. Dabei handelt es sich um einen Tanzstil, der auf den Modern Dance aufbaut und die neusten Strömungen der Szene miteinbezieht.

Zu "Brotsjór" von Olafur Arnalds zeigte die Formation eine präzise und ausdrucksstarke Performance, die ohne erkennbare Trennung von fließenden und ruhigen Bewegungen in wilde und schnelle Abläufe führte. In der zweiten Hälfte wagten sich auch die jüngeren Tänzerinnen der Gruppe vier an einen Contemporary Dance, den sie, wenn auch in einem anderen Schwierigkeitsgrad, ebenso überzeugend tanzten. Ein weiterer Hingucker war der Soloauftritt von Kim Nespor: selbstsicher und leicht zauberte sie einen anspruchsvollen Spitzentanz auf die Bühne, der an reine Perfektion grenzte. Ob bei Ballett, Modern Dance oder Musical - den Mädchen war stets die Freude am Tanzen anzumerken, über gelegentliche kleine Fehler lächelten sie souverän hinweg. Zu Justin Timberlakes "Can't stop the feeling" kamen alle Tänzerinnen noch einmal auf die Bühne und genossen den Ausklang ihrer gelungenen Aufführung.

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