Amberg
14.02.2019 - 17:46 Uhr

Lidl wächst, Sortiment nicht

Unter anderem beschäftigten den Bauausschuss zwei Themen: Der geplante Lidl-Neubau in der Infanteriestraße und der Müll in der Altstadt. Bei letzterem sollen solarbetriebene "Müll-Haie" mit hydraulischen Pressen Abhilfe schaffen.

Der Lidl-Markt in der Infanteriestraße soll abgerissen werden. Bild: Stephan Huber
Der Lidl-Markt in der Infanteriestraße soll abgerissen werden.

Lidl möchte größer werden. Im Zuge einer Modernisierung soll der Markt in der Infanteriestraße komplett abgerissen und durch einen größeren ersetzt werden. Das war Thema in der Bauausschusssitzung. Von derzeit 1000 Quadratmetern wird das Geschäft auf 1500 Quadratmeter anwachsen. "Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Modernisierung. Das heißt, das Sortiment wird nicht erweitert", erklärte Bürgermeister Martin Preuß.

Demnach werden aber die Regale tiefer und die Gänge breiter. Zudem wird sich das Grundstück um den Bereich der Friedhofs-Gärtnerei am Fiederbach vergrößern. Bereits 2017 bekam das Institut für Stadt- und Regionalmanagement den Auftrag, die städtebaulichen Auswirkungen des Bauvorhabens zu überprüfen. Es stufte den geplanten Neubau als "städtebaulich und raumordnerisch verträglich" ein.

Allerdings müsse, so der Bürgermeister, sichergestellt werden, dass Kunden leicht vom Parkplatz in die Infanteriestraße einfahren können. Die Einsicht in den Verkehr vom Parkplatz aus müsse gewährleistet sein. "Das haben wir zur Auflage für die Baugenehmigung mit aufgenommen", sagte Preuß.

Imbiss auf dem Parkplatz

Der neue Markt soll weiter in Richtung Norden rücken. An seiner Ausrichtung wird sich nichts ändern. Ihm gegenüber ist eine Metzgerei oder Bäckerei mit integriertem Café oder Imbiss geplant. Aus dem Umweltbericht geht hervor, dass die Stadt einen Grünstreifen am Fiederbach gekauft hat, "mit der Option, hier später Parkplätze für den angrenzenden Friedhof zu errichten". Alle Anwesenden stimmten dem Beschlussvorschlag zu. "Wir haben das Thema in der Vergangenheit schon ausgiebig diskutiert. Bis es soweit gekommen ist, hat sich viel getan. Ich glaube, mit dem jetzigen Ergebnis können wir zufrieden sein", sagte Preuß abschließend.

"Müll-Hai" kommt

Auch das Thema Müll in der Altstadt beschäftigte den Bauausschuss weiterhin. Im öffentlichen Teil der Sitzung gab Baureferent Markus Kühne bekannt, dass neben dem Rathaus seit Weihnachten ein Mülleimer getestet werde. Mit einem Füllvolumen von 110 Litern ist er deutlich größer als andere Abfallbehälter im Altstadtgebiet. Ein zweiter Edelstahl-Behälter steht am Wohnmobilparkplatz. Was von außen nicht auffällt: In ihm steckt eine Menge Hightech. "Im Eimer befindet sich eine hydraulische Presse, die von Solarpanels an der Außenseite betrieben wird. Ich finde die Lösung optisch gut, die Behälter sollen auffallen", sagte Kühne.

Noch befinden sich die sogenannten "Müll-Haie" in der Testphase. "Wir möchten erst einmal schauen, wie sie sich bewähren", teilte Pressesprecherin Susanne Schwab auf Anfrage mit. Dann stünde der Stadt ein "gewisses" Budget zur Verfügung, um weitere "Müll-Haie" im Stadtgebiet aufzustellen. Dem Hightech-Kübel am Wohnmobilstellplatz ging schon ein anderes System voraus, mit dem sich die Stadt dem Thema Müll stellen wollte. Zunächst wurde eine Option mit Unterflur-Behältern getestet. Aller Unrat, der sich darin sammelte, musste bei der Entsorgung aus dem Loch gesaugt werden. Das hatte Probleme bereitet. "Wir mussten feststellen, dass sich alles verklemmt und verhakt hat", teilte Kühne dem Bauausschuss mit.

Neue Umkleiden

Ebenfalls einstimmig beschlossen die Stadträte die Sanierung der Wasch-, Dusch- und Umkleideräume in den Turnhallen der Barbara-Grundschule. "Ich finde es erstaunlich, wie gut dort alles erhalten wurde. Die Turnhalle ist von 1966, saniert wurde sie zuletzt 1976. Aber ich sag's, wie's ist, das Zeug ist einfach fertig", kommentierte Preuß.

Außerdem entsprächen die Umkleiden nicht mehr den heutigen Hygiene-Standards. Die Abfinanzierung soll 2019 und 2020 über die Bühne gehen.

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