02.10.2019 - 14:36 Uhr
AmbergOberpfalz

Lilian Kovacs stellt bei der Lebenshife neue Werke aus

Großformatige Frauenporträts sind ein Lieblingsmotiv der in Amberg lebenden ungarischen Künstlerin Lilian Kovacs. Waren es im Januar 2018 "Starke Frauen", so präsentiert sie nun Acrylarbeiten. Der Titel lautet "Stimmungen".

Erklärte Fans von Lilian Kovacs (Mitte) sind Eduard Freisinger, Vorsitzender der Lebenshilfe (links), und Bürgermeister Martin Preuß (rechts), der im Vorjahr ein Werk der ungarischen Künstlerin erworben hat.
von uscProfil

Die Ungarin hat sich vor einigen Jahren in Amberg niedergelassen und frönt der Malerei und Bildhauerei in ihrem eigenen Studio in der Herrnstraße/Ecke Kasernstraße. Die Serie "Stimmungen" mit 15 Bildern, die sie nun bei ihrer Vernissage in der Frühförderstelle vorstellte, entstand in den vergangenen zwölf Monaten. Damit will sie nach eigener Schilderung in eine neue Phase ihres künstlerischen Schaffens eintreten. Besonders auffällig ist, dass die Künstlerin auch mit der Wahl der Frisuren gute Energie ausstrahlen will, wie sie erläuterte. Die Verbindung der Lebenshilfe zur Künstlerin entstand übrigens durch persönliche Kontakte.

Die ausgebildete Kunstpädagogin wuchs in einer Künstlerfamilie in Ungarn auf. Sie durchlief zunächst eine Ausbildung zur Goldschmiedin, befasste sich aber bald mit Bildhauerei. Sie lernte während des Studiums an der Hochschule Pécs alle Materialien und Techniken kennen, die ein Bildhauer einsetzen kann. Am stärksten fühlt sie sich zur Keramik hingezogen. Nach Amberg führte sie der Weg, weil sie ihren Mann hierher für einen zeitlichen begrenzten beruflichen Aufenthalt begleitete. Hier, in der Oberpfalz, im Jahr 2015, fand sie zur Malerei. Im Vergleich zur Schaffung von Skulpturen empfand sie das Arbeiten mit Leinwand, Farbe und Pinsel bald als lockerer und freier.

Die Präsentation der neuen Arbeiten ist Bestandteil der Veranstaltungen zum Jubiläum "50 Jahre Lebenshilfe Amberg", wie die Leiterin der Frühförderstelle und der Kinderkrippe, Irmgard Merkl, bei der Vernissage erläuterte. Sie verglich die Lebenshilfe mit Heilpädagogischem Zentrum, Werkstätten und Wohnstätten mit einem großen mittelständischen Unternehmen, kümmern sich doch 750 Angestellte direkt oder indirekt um fast 1400 Menschen, die von der Lebenshilfe gefördert und betreut werden. Die erste Ausstellung von Lilian Kovacs sein ein Erfolg gewesen, bestätigte Merkl den Besuchern. Mittlerweile hat die Wahl-Ambergerin schon in verschiedenen Lokalitäten ihre Arbeiten präsentiert. Kunstliebhaber besuchen gerne ihr Atelier in der Herrnstraße. Dort entstehen auch Plastiken, da die Bildhauerei eigentlich die Basis ihres künstlerischen Schaffens ist. Eine Auswahl ihrer Arbeiten darf Lilian Kovacs im Oktober für eine internationale Veranstaltung in Florenz beisteuern.

"Was wäre die Lebenshilfe ohne starke Frauen"?, fragte Bürgermeister Martin Preuß. Er spielte damit auch auf den Titel der letztjährigen Ausstellung von Kovacs an. Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Eduard Freisinger, bot der Künstlerin mögliche Ausstellungsräume in der Einrichtung in Sulzbach-Rosenberg an.

Zu sehen sind die Werke von Lilian Kovacs in den Räumen der Frühförderstelle der Lebenshilfe am Haager Weg 12 noch bis Freitag 25. Oktober, täglich von 8 bis 16 Uhr.

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