13.09.2018 - 10:56 Uhr
AmbergOberpfalz

Luftnacht zeigt noch länger Flagge

Die Luftnacht wirkt nach - oder besser gesagt, die Erinnerung daran flattert noch einige Wochen lang über die Köpfe der Amberger hinweg.

Die Luftlehrerinnen Christine Lottner, Michaela Peter und Dorli Pfeiffer (von links).
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Der Kunst-Himmel in der Fußgängerzone bleibt erhalten", sagt die Geschäftsführerin des Luftmuseums, Johanna Foitzik. Die 25 bunten Banner, die sich entlang der Georgenstraße von Haus zu Haus spannen, sollen erst in einigen Wochen abgehängt werden - je nachdem, wie das Wetter mitspielt.

"Die Banner beflügeln nicht nur Ambergs Bewohner, sondern werten den optischen Eindruck der Einkaufsstraße auch für Besucher und Touristen auf", zeigt sich Foitzik überzeugt. Sie berichtet von vielen positiven Rückmeldungen, auch in den Geschäften und Cafés entlang der Einkaufsmeile. "So sprechen nicht nur Einheimische über die Aufwertung der Einkaufsstraße, sondern auch auswärtige Besucher."

Die Künstlerinnen Michaela Peter, Dorothe Pfeiffer und Christine Lottner arbeiten auch als "Luftlehrerinnen" im Luftmuseum. Sie haben die Aktion "Kunst-Himmel" initiiert. Dabei waren - ähnlich wie bei der Bürgerskulptur - wieder viele Amberger eingebunden: Schulen waren ebenso beteiligt, wie Kindergärten, Vereine und Privatpersonen. Die Luftlehrerinnen organisierten die Sammlung der Banner und das Aufhängen. Dabei leistete der Betriebshof der Stadt wertvolle Unterstützung. Binnen sechs Stunden flatterten alle Kunstwerke im Wind. Für jedes Banner gibt es eine Info-Tafel, auf der steht, wer das Kunstwerk angefertigt hat und was es zeigen soll. Die Schilder sind in den Schaufenstern der Geschäfte zu finden. Auch an anderer Stelle zeigt die Luftnacht nach wie vor Flagge: In der Schiffgasse hängen weiterhin die "Trio-Fahnen", ein Kunstobjekt von Beate Oehmann aus Weilheim. Sie schlenderte am vergangenen Samstag auch persönlich durch die Gassen der Altstadt, um sich inspirieren zu lassen. Jeweils drei Flächen ihrer Fahnen bilden gleichschenklig verteilt eine Fahne.

Der Stadtmarketing-Verein zieht knapp eine Woche nach der Veranstaltung ebenfalls zufrieden Resümee. "Wir haben sehr viel positives Feedback erhalten", berichtet Geschäftsführerin Simone Plail. Schon während der Luftnacht hätten viele Leute sie angesprochen. Im Laufe der Woche sind dann auch noch etliche E-Mails eingetroffen, die die Aktion ebenfalls loben. Der Tenor sei überall der gleiche gewesen. "So etwas gibt es weit und breit kein zweites Mal. Das stellt Amberg als einzigartig dar." Immer wieder sei auch zu hören gewesen, dass sich bei dem bunten Treiben in der Altstadt mit Künstlern aus verschiedenen Ländern internationales Flair verbreitet habe. "Das gibt es halt sonst eher nur in Großstädten."

Der Betriebshof der Stadt half beim Aufhängen der Banner in der Amberger Fußgängerzone.

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