Amberg
02.07.2019 - 18:17 Uhr

Manchmal macht Liebe auch Graffiti-Sprayer blind

Kein guter Tag für vier jugendliche Graffiti-Sprayer: Erst alarmiert ein gleichaltriger Zeuge die Polizei, dann kann er auch mit den Namen der fliehenden Schmierfinken dienen und zum Schluss tauchen die Beamten bei den Eltern auf.

Zumindest der Jahrestag ist hier klar zu erkennen. Bild: piam
Zumindest der Jahrestag ist hier klar zu erkennen.

Vier Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 waren es, die am 25. Juni in der Bahnhofsunterführung die Wand besprühten. Darunter ein junges Paar, das seine Initialen sowie das Datum des Jahrestags als Motiv gewählt hatte. Bei so viel Romantik blieb wohl kein Blick mehr für den gleichaltrigen Zeugen, der aus einiger Entfernung das Treiben wahrnahm und die Polizei rief. Als das Quartett das mitbekam, floh es, noch bevor die Streife eintraf. Allerdings kannte der Zeuge die Namen der vier. Die Polizei nahm also eine Vergleichslackprobe und fuhr sogleich zur Wohnung des einzigen Mädchens aus der Gruppe. Im Beisein der Mutter konfrontierten die Beamten die 16-jährige Ambergerin mit der Tat und ihren Folgen - ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung gegen alle vier Sprayer. Die Eltern bekommen demnächst Post von der Stadt Amberg. Deren Schadensersatzansprüche schätzt die Polizei auf mindestens 500 Euro.

Die besprühte Wand der Bahnhofsunterführung. Bild: piam
Die besprühte Wand der Bahnhofsunterführung.
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