03.05.2019 - 14:50 Uhr
AmbergOberpfalz

Müll illegal auf Mariahilfberg entsorgt

Für viele Amberger ist der Mariahilfberg ein Ort der inneren Einkehr und Erholung. Andere wiederum entsorgen dort in Seelenruhe ihren Restmüll. Das stört zum Beispiel Barbara Diener-Hönle.

Illegal entsorgter Müll auf dem Mariahilfberg.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

In einem Brief an die Redaktion und an die Stadt Amberg beschreibt die Ambergerin die aktuellen Zustände, die ihrer Tochter in dieser Woche in Ambergs grüner Lunge aufgefallen waren. "Mitten im Gebüsch hat jemand dreist seinen Hausrat entsorgt. Es waren enorm viele Glasscherben dabei. Deshalb bin ich mit dem Auto hochgefahren, um mit meiner Tochter und deren Freundin den Müll zu entsorgen." Tütenweise war der Unrat auf dem Waldboden entsorgt worden. Am Ende hatte die Familie drei Beutel beisammen. Diener-Hönle ist empört über diesen Umweltfrevel. "Vor Jahren, als meine Kinder noch klein waren, sind wir oft mit dem Leiterwagen oben am Berg entlang marschiert und haben tütenweise Müll gesammelt", erinnert sie sich zurück. Hartnäckig sei sie damals bei der Stadt vorstellig geworden, damit auf dem Parkplatz Abfallbehälter aufgestellt werden. "Ich finde, das hat viel gebracht. Die Müllmenge hat sich in diesem Bereich deutlich reduziert." Auf den Waldwegen rund um den Berg sieht die Situation dennoch manchmal anders aus. Auf Nachfrage gibt Stadtpressesprecherin Susanne Schwab bekannt, dass der Abfallberatung bis dato keine Zunahme des illegal entsorgten Mülls im Bereich des Mariahilfbergs bekannt sei.

"Auch die mit den Schulen im April durchgeführte Ramadama-Aktion hat nichts in dieser Hinsicht ergeben." Trotzdem wird nach Gründen gesucht: "Möglicherweise kann aber ein anderer Umstand dazu beigetragen haben, dass dieser Eindruck entsteht: Aufgrund des Befalls von Eichen durch den Eichenprozessionsspinner haben die Müllsammler natürlich die Information bekommen, dass in diesen Bereichen aus Gründen der eigenen Sicherheit kein Abfall gesammelt werden darf. Es ist möglich, dass dadurch vielleicht etwas liegengeblieben ist." Immer wieder wird durch zahlreiche private aber auch städtische Aktionen der Unrat anderer Leute weggeräumt. Kommende Woche initiieren die Schüler der Wirtschaftsschule eine Müllsammelaktion.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Barbara Diener-Hönle im Industriegebiet Nord, wo sie auch arbeitet. Dort werde regelmäßig durch parkende Lkw-Fahrer "unheimlich viel Müll" am Waldrand entsorgt. "Hier möchte ich anregen, dass man durchaus Mülltonnen anbieten müsste. Vielleicht kann man die dort ansässige Industrie bitten, sich die Kosten der Entsorgung zu teilen." Hierzu teilte Pressesprecherin Schwab mit, dass diese Problematik bereits bei der Stadt bekannt sei und man sich darum kümmern werde.

Illegal entsorgter Müll auf dem Mariahilfberg.
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