Amberg
24.05.2018 - 17:34 Uhr

Museum im Miniformat

Junger Blick auf alte Objekte: Diesen werfen insgesamt 125 Schülerinnen derDr.-Johanna-Decker-Schulen auf Exponate des Stadtmuseums. Das Ergebnis: eine Lounge-Ausstellung.

Inspiriert von der Modeabteilung, gestalten die Fünftklässlerinnen ihr eigenes Museum im Schuhkarton. exb
Inspiriert von der Modeabteilung, gestalten die Fünftklässlerinnen ihr eigenes Museum im Schuhkarton.

Die 125 Schülerinnen in drei Jahrgangsstufen haben sich von Januar bis April mit dem Stadtmuseum, seinen Ausstellungsbereichen sowie den mannigfaltigen Exponaten beschäftigt. So entstanden in verschiedenen Techniken vielfältige und kreative Kunstwerke. Diese werden noch bis Donnerstag, 31. Mai, unter dem Motto "Museumskunst - inspiriert, studiert, plakatiert" in der Lounge des Stadtmuseums gezeigt. Neben Zeichnungen sind auch dreidimensionale Arbeiten zu sehen.

Inspiriert von der Dauerausstellung gestalten Fünftklässlerinnen ihr eigenes Museum im Schuhkarton. Besonders begeistert waren die Mädchen von der Modeabteilung, in der die Entwicklung der Kleidung von 1800 bis in die Gegenwart dargestellt wird. Kunstlehrerin Veronika Thomann war sehr erfreut, dass die Schülerinnen bei der Umsetzung im Unterricht hoch motiviert waren. Zum Einsatz kamen verschiedene Materialien - von Papier und Pappe über Draht und Stoff bis hin zu Ton.

Verwundert über Frisur

"Was hat der denn für eine Frisur?", fragte eine Siebtklässlerin erstaunt, als sie in der kurfürstlichen Galerie ein barockes Porträt erblickte. Die Schülerinnen machten sich daran, selbst Porträts zu malen, zunächst als kleinformatige Bleistiftskizzen und dann mit Pastellkreide im größeren Format. Das taten sie nicht in der Schule, sondern direkt vor den Objekten. Da erwiesen sich Smartphones als hilfreich, weil sich so Details fotografieren ließen, die so besser gezeichnet werden konnten. Mit Schnappschüssen dokumentierten die Schülerinnen die Arbeit an ihren Kunstwerken. Die nun - in Anlehnung an den Online-Dienst Instagram - in einer Museogram-Maske als Erweiterung zu den herkömmlichen Objekttexten auf einer Stellwand in der Ausstellung präsentiert werden.

Schülerinnen der achten Klasse gestalteten darüberhinaus Plakate in Bezug auf das Stadtmuseum und seiner Ausstellungen. Als Anregung dienten den Mädchen vor allem Plakatkünstler des 19. Jahrhunderts wie der Franzose Henri de Toulouse-Lautrec. Ein Ausstellungsbereich erscheint demnach plakatiert.

 
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