06.03.2019 - 14:21 Uhr
AmbergOberpfalz

Narrhalla Amberg bestattet ihren Prinzen

Narrhalla im Faschingsendspurt: Die Rot-Gelben haben ihren Kehraus mit Prinzenbegräbnis im Pfarrsaal von St. Michael abgehalten. Und am Ende flossen viele Tränen: Weil Prinz Daniel I. gemeuchelt wurde und weil der Fasching zu Ende ist.

von Autor ZIGProfil

Die schlechte Nachricht vorweg: Der Fasching 2019 ist zu Ende. Doch alle Freunde des fastnachtlichen Brauchtums dürfen sich freuen: Es lebe der Fasching 2020. Mit diesen Worten und einem dreifachen „Amberg oho“ hat die Narrhalla beim traditionellen Kehraus im Pfarrsaal von St. Michael die Saison beendet. Nochmals wurde das gesamte Tanzprogramm dem treuen Publikum präsentiert, bis Prinz Daniel I. gegen Mitternacht sein Ende bereitet wurde.

Die Kinder- und Jugendgarde sowie die Schautanzgruppe zeigten zum allerletzten Mal ihr Können und bekamen dafür viel Lob und Beifall. Die letzten Worte hatte Daniel „Ab morgen bin ich nur noch der schwarze King, dahoam in Raigering. Ich danke allen, die im Fasching mit uns kamen und hoffe, dass wir ein gutes Prinzenpaar waren.“ Als die Gardemädels kurz vor Mitternacht mit ihrem zackigen Tanz zum Schlussspurt ansetzten, wussten alle, dass nun die Zeit des Scharfrichters gekommen war. Dies übernahm in gewohnter Manier der Chef persönlich: Präsident Jürgen Mühl als Hexe verkleidet und mit seinen schaurigen Begleiterinnen vor die Bühne. Er hatte den Auftrag, Prinz Daniel I., den zu den Roten übergelaufenen schwarzen Stadtrat aufzuspüren und zu eliminieren. Doch bevor der Auftrag zu Ende gebracht wurde, bekamen alle Mitglieder der Narrhalla nochmals gehörig ihr Fett weg.

Die Hexe zitierte dann eiligst Prinz Daniel I. zu sich. Seine Tollität musste seine Kleidung gegen ein Hexengewand tauschen und bekam noch seinen persönlichen Besen verpasst. Dann wurde ihm ein Gifttrunk gereicht, an dem er jämmerlich versterben sollte. Vewandelt in eine Hexe, erhielt er den Auftrag, am nächsten Unsinnigen Donnerstag mit den Hexen durch die Altstadt zu ziehen. Der Prinz fügte sich seinem Schicksal und sank auf die Bahre, auf der ihn die Minister aus dem Saal trugen. Die weinende Prinzessin Maria I. und der Hofstaat der Narrhalla folgten.

Nachgefragt:

„Wir können stolz sein, was wir in dieser langen närrischen Zeit auf die Beine gestellt haben: viele Auftritte, ein toller Ostbayerischer Faschingszug, der optimal und ohne Zwischenfälle abgelaufen ist und ein tolles Prinzenpaar. Der Spaß stand immer im Vordergrund“, bilanzierte Narrhalla-Chef Jürgen Mühl die Saison. Für den nächsten Fasching wünschte er sich, „dass wir wieder genauso viel Spaß haben, ohne Ärger und Verletzungen – vorausgesetzt, ich werde wieder zum Präsidenten gewählt“, sagte Mühl mit einem Augenzwinkern.

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