19.10.2018 - 12:55 Uhr
AmbergOberpfalz

Netzwerk Schule-Wirtschaft will Schüler für digitalen Wandel wappnen

Wie werden Schüler und Auszubildende fit für das digitale Arbeiten? Das ehrenamtliche Netzwerk Schule-Wirtschaft kümmert sich genau darum. Bei einer Regionaltagung haben sich jetzt aber die Experten selbst schlau gemacht.

Die Regionaltagung des Netzwerks Schule-Wirtschaft dient den Experten in der Oberpfalz als Austauschort. Dabei sind Jürgen Hollatz (Leiter Berufsbildung bei Siemens; von links), Pia Schwarz (Schule-Wirtschaft), Gerald Haas (Schulrat), Kathrin Schmidt (Sparkasse) und Thomas Unger (Regierung Oberpfalz).
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

In offenen Runden, bei Impulsvorträgen und an Kompetenzstationen haben sich die Teilnehmer des ehrenamtlichen Netzwerks Schule-Wirtschaft diesmal im Siemens-Werk in Amberg ausgetauscht. "Uns treibt immer die Frage um: Welche Inhalte müssen wir den Kindern und Auszubildenden näherbringen, damit sie die nötigen Kompetenzen für die Arbeitswelt haben?", sagt die stellvertretende Geschäftsführerin von Schule-Wirtschaft, Pia Schwarz. Aktuell sind das vor allem die Herausforderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt. Um die Schüler aufs Arbeitsleben vorzubereiten, muss Schwarz und ihr Team herausfinden, wie die Unternehmen den Wandel wahrnehmen und umsetzen.

Hier kommt unter anderem Jürgen Hollatz als Leiter der Berufsbildung bei Siemens ins Spiel: Die digitalen Veränderungen seien natürlich in technologischer Hinsicht schnell zu sehen. "Mehr Roboter in der Produktion, Virtual-Reality-Brillen (VR) und 3-D-Drucker sind das eine", sagt er. "Auch bei den Arbeitsmethoden tut sich einiges." Man wolle den jungen Leuten den Erfindergeist von Start-Ups beibringen. "Das heißt, schnell eine Lösung zu finden. Dabei ist nicht entscheidend, dass sie zu 100 Prozent passt. Sondern die Differenz mit dem Markt weiter zu entwickeln. Hollatz' Azubis lernen mit Unterstützung, einen Roboter zu programmieren oder Produktionsabläufe mit einer VR-Brille genau unter die Lupe zu nehmen. Wichtig sei immer sich zu fragen: "An welcher Stelle nutzt uns die Digitalisierung? Wo bringt es Mitarbeiter und Siemens weiter?"

Bei der Tagung, an der sich alle sieben oberpfälzischen Arbeitskreise zusammen gefunden haben, sind auch viele Kräfte aus dem Schulbereich dabei. Denn Schulen sind genau die Orte, an denen den Schülern die modernen Mittel im Unterricht beigebracht werden sollen. Thomas Unger, Bereichsleiter Schule bei der Regierung der Oberpfalz, sagt, dass dafür das Kultusministerium Geld ausgeben möchte: "Nicht nur für die Ausstattung der Schulen, sondern eben auch in Fortbildungen für Lehrer." Im Oktober des kommenden Jahres trifft sich das Netzwerk Schule-Wirtschaft erneut in Amberg - dann aber mit allen 100 Arbeitskreisen aus Bayern.

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