"Immer mehr Menschen mit gesundheitlichen Problemen haben den Wunsch, sich mit anderen Betroffenen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, in Selbsthilfegruppen zu treffen. Dahinter steht in aller Regel die Absicht, sich selbst und die eigene Situation zu verändern, aber auch, sich mit anderen auszutauschen, Informationen zu erhalten oder auch sozialen und politischen Einfluss zu nehmen": Darauf macht Ambergs Pressesprecherin Susanne Schwab in einer Pressemitteilung zur neuen Broschüre über die Amberg-Sulzbacher Selbsthilfegruppen aufmerksam.
Infostand auf dem Marktplatz
In Amberg und im Landkreis gibt es viele Selbsthilfegruppen, die jetzt alle in einem neu aufgelegten Verzeichnis zu finden sind. Es wurde unter Leitung der bei der Stadt Amberg eingerichteten Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen erarbeitet und gemeinsam mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach neu herausgegeben. Kontaktstellenleiterin Kerstin Bauer hat das Infoheft nun zusammen mit Bürgermeister Martin Preuß, Landrat Richard Reisinger, Referatsleiter Harald Knerer-Brütting und dem Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten, Martin Reinhardt, von der Stadt Amberg sowie Verwaltungsdirektor Norbert Vogl vom Landratsamt Amberg-Sulzbach vorgestellt.
Die Broschüre ist bei den bekannten Auslagestellen erhältlich, aber auch an einem Infostand am Samstag, 17. Oktober, von 8 bis 14 Uhr auf dem Amberger Marktplatz. Außerdem steht das Verzeichnis auf der Internetseite der Stadt Amberg (https://www.amberg.de/selbsthilfegruppen) zum Herunterladen bereit und wird hier auch regelmäßig aktualisiert.
Gerade in Coronazeiten wichtig
„Nur du allein schaffst es, aber du schaffst es nicht allein“, lautet eine zentrale Botschaft, der sich die Selbsthilfegruppen verpflichtet fühlen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Dabei bedeute Selbsthilfe aber nicht nur, miteinander in Kontakt zu treten und zu reden. „Die Gruppen organisieren Vorträge und informieren ihre Mitglieder, sie gestalten gemeinsame Aktivitäten, bieten individuelle Betroffenenberatung an und bringen ihre Erfahrungen auch in Kooperation mit Gesundheitseinrichtungen ein. Sie sind also im besten Sinne Interessensvertretungen“, erläutert Kerstin Bauer, die regelmäßig mit den Gruppenvertretern zusammentrifft. Sie betont, dass der Selbsthilfe gerade jetzt, in Coronazeiten, große Bedeutung zukomme: „Vor allem in Krisen wie dieser ist es für Betroffene wichtig, nicht allein zu sein und sich nicht hilflos und einsam zu fühlen“.
Deshalb bittet sie Organisationen, Einrichtungen oder Gaststätten, die Räume für Treffen zur Verfügung stellen können, sich bei ihr zu melden. „Leider sind in diesen Tagen zahlreiche Versammlungsorte weggefallen, weil die Hygieneregeln nicht eingehalten werden können oder sie ganz geschlossen haben“, berichtet Bauer. Für Fragen und weitere Auskünfte rund um dieses Thema sind Kerstin Bauer und Verena Preisinger Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr sowie am Dienstag von 14 bis 16 Uhr im Spitalgraben 3 oder unter Telefon 09621/101399 erreichbar. Kontakt ist auch per E-Mail möglich (kerstin.bauer[at]amberg[dot]de).
Infostand mit Ansprechpartnern
Mit einem Infostand ist die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen am Samstag, 17. Oktober, auf dem Amberger Marktplatz vertreten. Kerstin Bauer aus der Kontaktstelle informiert dort über regionale Selbsthilfegruppen. Als Ansprechpartner erzählen zudem einige Selbsthilfegruppen aus ihrem Gruppenleben:
- 8 bis 10 Uhr: Suchtselbsthilfe Kreuzbund, Rheuma Liga Sulzbach-Rosenberg
- 10 bis 12 Uhr: Aktiv und Gemeinsam, Krebs gemischt
- 12 bis 14 Uhr: Elterngruppe Autismus, Multiple Sklerose, Zahnmaterialgeschädigte.













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