Amberg
13.12.2018 - 16:54 Uhr

Oberpfälzisch reicht nicht

Internationale Beziehungen unterhält die OTH bereits viele. Daraus knüpft sie nun ein ganz speziell gewebtes Netzwerk. Sie stellt sich als Kompetenzzentrum mit Blick nach Mittel- und Osteuropa auf.

OTH-Präsidentin Andrea Klug (rechts) eröffnet vor internationalem Publikum das zweitägige Treffen zur Vorstellung des an ihrer Hochschule angesiedelten künftigen Bayerischen Kompetenzzentrums für Mittel- und Osteuropa. Bild: Stephan Huber
OTH-Präsidentin Andrea Klug (rechts) eröffnet vor internationalem Publikum das zweitägige Treffen zur Vorstellung des an ihrer Hochschule angesiedelten künftigen Bayerischen Kompetenzzentrums für Mittel- und Osteuropa.

Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden ist stolz auf ihre Verankerung in der Region. Oberpfälzer Zungenschlag herrscht bei den fast 3200 Studenten vor. Für zwei Tage ist allerdings Englisch die inoffizielle Amtssprache. Am Donnerstag wurde ein zweitägiges, internationales Meeting zur Gründung des Bayerischen Kompetenzzentrums für Mittel- und Osteuropa an der OTH Amberg-Weiden eröffnet. "Launch" (= Start) heißt das dann und es waren 56 Repräsentanten aus dem facettenreichen Hochschulwesen der östlichen und südöstlichen europäischen Nachbarländer angemeldet.

Sie kamen unter anderem aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Rumänien. Vertreten waren Hochschul- und Institutsleitungen von technischen, wirtschaftlichen und fremdsprachlichen Fakultäten. Sie, so OTH-Präsidentin Andrea Klug in ihrer Begrüßung, hätten sich zusammengefunden, um bereits bestehende Kontakte zu vertiefen oder neue zu knüpfen. Mit dem Ziel, gemeinsame kulturelle und geschichtliche Wurzeln in der Hochschullehre als ein grenzüberschreitendes Bewusstsein zu etablieren, um daraus Vielfalt zu entwickeln.

Die OTH kann bei diesem Bestreben auf die Unterstützung des Freistaats bauen, sicherte per Video-Einspielung Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler zu. Auch die Regierung der Oberpfalz, so deren Abteilungsdirektor Wolfgang Schmitt, sieht die neue Initiative an der OTH sehr wohlwollend. Schon alleine wegen der Nachbarschaft und immer intensiver werdender Kontakte zu Tschechien.

In einem halbstündigen Statement skizzierte Marian Mure, an der OTH für Fremdsprachen-Kompetenz und Kontakte in Richtung Mittel- und Osteuropa zuständig, die Zielsetzungen des neuen Kompetenzzentrums. Demnach sind neben dem Überwinden von Sprachbarrieren durch gezielte Unterrichtsmodule Treffen, Symposien, Austauschprogramme für Studenten wie Lehrpersonal und die Einbindung in bereits bestehende Strukturen vorgesehen.

Daraus könnten beispielsweise innovative Lern- und Lehrkonzepte mit internationaler Ausrichtung in Anbindung an die jeweiligen Wirtschaftsstrukturen entwickelt werden. Als deinen fachlichen Ansatzpunkt nannte Mure etwa den neuen OTH-Studiengang Geoinformatik. Das neue Kompetenzzentrum wolle sich jedoch nicht nur auf technische Inhalte beschränken, sondern auch wirtschaftliche und kulturelle Felder einbeziehen.

 
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