„Der Sanierungsstand ist der am meisten unterschätzte Faktor für Heizkosten. In einem energie-uneffizienten Haus sind die Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch wie in einem energetisch besseren Haus“, sagte Tanja Loitz, Geschäftsführerin von Co2online. Durchschnittlich 810 Euro Heizkosten zahlten Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im Abrechnungsjahr 2017. Abhängig vom Zustand des Gebäudes gab es dabei große Unterschiede. Während die jährlichen Heizkosten in energieoptimierten Gebäuden im Schnitt bei 550 Euro lagen, mussten Bewohner von uneffizienten Gebäuden 1 180 Euro und mehr zahlen. Das zeigt der „Heizspiegel für Deutschland 2018“, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft Co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ veröffentlicht hat.
Wie der Heizspiegel im Landkreis aussieht, kann ab sofort nachgesehen werden. Die Flyer mit den neuen Vergleichswerten für zentral beheizte Wohngebäude liegen in den Rathäusern sowie im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf aus.
Je nach Energieträger haben sich die Heizkosten im Abrechnungsjahr 2017 unterschiedlich entwickelt. Aufgrund höherer Heizöl-Preise sind die Kosten in einer beispielsweise 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Heizöl-Zentralheizung gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 85 Euro auf 750 Euro gestiegen.
In Wohnungen mit Erdgas-Zentralheizung sanken die durchschnittlichen Kosten auf 790 Euro, das sind 20 Euro weniger als zuvor. Bei Fernwärme waren es 895 Euro statt 930 Euro. Voraussichtlich wird sich diese Entwicklung auch für das Abrechnungsjahr 2018 fortsetzen: Die Heizöl kosten steigen um etwa acht Prozent. In Häusern mit Erdgas- und Fernwärmeheizung dürften die Kosten um etwa drei Prozent sinken. Damit würde das Heizen mit Erdgas wieder günstiger sein als das Heizen mit Heizöl. Weitere Informationen zum Thema gibt es bei der ZEN, Telefon 09624/903646 oder zen[at]zen-ensdorf[dot]de.













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