02.08.2020 - 12:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Ohne Wimpel in die Sommerferien

Darauf freuen sich alle Viertklässler: Nach der bestandenen Radfahrprüfung gibt’s einen Wimpel und die Erlaubnis, auf der Straße fahren zu dürfen. Doch in Zeiten von Corona ist auch hier alles anders.

Einige Schüler kamen vor den Ferien noch in den Genuss der Radfahrprüfung. Doch die Zeit reichte nicht für alle.
von Externer BeitragProfil

Mit Beginn der Sommerferien endete auch die Ausbildung der Jugendverkehrsschule der Polizeiinspektion Amberg, die bedingt durch die Corona-Pandemie im Schuljahr 2019/20 alles andere als gewöhnlich war. „Der Lockdown unterbrach nicht nur den Lehrplan der Schüler und Lehrer, sondern auch die Radfahrausbildung der 4. Klassen an den Grundschulen der Stadt Amberg und im Landkreis“, teilt Polizeihauptkommissar Achim Kuchenbecker dazu mit.

Vielen Erwachsenen sei es noch in Erinnerung, als ihnen der grüne Wimpel für die bestandene Prüfung überreicht wurde und sie damit offiziell mit dem Rad unterwegs sein durften. Dieses Erlebnis sei in diesem Jahr vielen Schülern verwehrt geblieben, „aber bis Mitte März legten an vier Grundschulen die 4. Klassen ihre Ausbildung mit der Prüfung ab.“ Doch dann kam der Lockdown und der Unterricht wurde eingestellt. Vor den Pfingstferien erklärte das Kultusministerium laut Kuchenbecker die endgültige Absage der Kurse für das laufende Schuljahr. Trotzdem sollten zumindest der sogenannte Tote Winkel und die Gefahren, die dort lauern, in allen 4. Klassen erklärt werden.

„Wir wussten nicht, wie viel Zeit uns noch für die restliche Ausbildung bleibt. Deshalb beschlossen wir die Verdoppelung unseres Ausbildungspersonals, um allen Kindern eine qualitativ hochwertige Schulung zu ermöglichen“, wird Thomas Lachner, der Leiter der Polizeiinspektion Amberg, in der Pressemitteilung zitiert. Ab Mitte Juni sei es dann möglich gewesen, die Schulungen und das Schulwegtraining in den Kindergärten unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln wieder anzubieten. Unter hohem Zeitdruck erstellten die Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Amberg für 34 Klassen einen Ausbildungsplan. Eine Lockerung des Infektionsschutzgesetzes erlaubt dann plötzlich dann noch die Radfahrausbildung der 4. Klassen.

Kuchenbecker: „In den verbliebenen vier Schulwochen gelang es, an allen noch ausstehenden Schulen die wichtigsten Verkehrsregeln zu vermitteln, auch wenn eine reguläre Ausbildung nicht mehr stattfinden konnte.“ Zehn Grundschulen mit 22 Klassen nahmen in Absprache mit dem Schulamt an der Ausbildung teil, aber die Zeit habe für weitere Prüfungen nicht mehr ausgereicht. Mit Bedauern stellt Achim Kuchenbecker abschließend fest: „Somit gab es im Corona-Jahr leider für viele Kinder nicht die begehrten Wimpel und Urkunden.“

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