Eine mittelalterliche Basilika wie St. Martin ist wertvoll. Und teuer. Davon können auch Kirchenmusiker ein Lied singen. Schon jetzt bereiten sie sich auf die Sanierung oder gar den Austausch der Orgel vor. 2011 hat sich ein Verein gegründet, der als alleinigen Zweck "die Restaurierung/den Neubau der Orgel der Basilika" in der Satzung stehen hat. Der Verein hat sich jetzt unter Leitung seines Vorsitzenden Franz Meier zur Jahreshauptversammlung getroffen. Meier sagte, der Verein sei 2017 wieder ein Stück vorangekommen. Das Vermögen sei von 238.000 auf rund 260.000 Euro gestiegen.
Benötigt werden vielleicht sogar bis zu 750.000 Euro, erläuterte Meier bei der Zusammenkunft im Pfarrheim. 217 Mitglieder engagieren sich derzeit und steuern jährlich rund 6700 Euro an Mitgliedsbeiträgen bei. Besonders dankte Meier der "Oberkörbchenhalterin" Veronika Müllers. Sie sammelt bei Benefiz-Aktionen oft die Spenden ein. "Heuer gab es auch die erste Zuwendung aus dem Ausland", sagte der Vorsitzende. Der Organist der Partnerstadt Périgueux, Christian Mouyen, hat nach seinem Konzert in Amberg 50 Euro überwiesen. Etliche Organisten und Solisten in der Basilika verzichteten zugunsten des Projekts auf Gage. "Es sind zwar keine horrende Summen, aber wir freuen uns über jeden Euro."
Die Orgel ist zwar erst 50 Jahre alt, aber ziemlich kaputt. Mängel vor allem in der mechanischen Spieltraktur, im Klangbild und am Standort sind vor einigen Jahren gutachterlich festgestellt worden. Zitat aus dem Gutachten: "Größtes Problem der Orgel ist die Technik. Absolut mangelhaft ist die mechanische Tontraktur, die ein anspruchsvolles künstlerisches Orgelspiel schwer zulässt." Ein Ausfall ganzer Register und Teilwerke der Orgel sei nicht auszuschließen.
Weitere Infos im Internet unter www.projekt-orgel-st-martin.de














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