(roa) Die Antwort lautet: Titititiiii - tschii. Ein Goldammer-Männchen singt gern und laut. Dabei sitzt das Vögelchen am liebsten erhöht. Um ihm und anderen Arten das Leben so angenehm wie möglich zu machen, schob der Landschaftspflegeverband 16 Pfähle in die Erde. Das Landschaftsschutzgebiet zwischen Fuchsstein und Lengenloh dient nicht nur zur Erholung des Menschen. "Das Areal hat wahnsinnig viel Potenzial", sagte Richard Lehmeier, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Amberg-Sulzbach.
Damit meint er die Lebensräume und Rückzugsmöglichkeiten für rar gewordene Tierarten. Die Goldammer gehört dazu, aber auch beispielsweise die Schafstelze. Die Vögel zwitschern gerne von einem erhöhten Platz im Revier. Fachleute sprechen von "Singwarten". Deshalb stecken jetzt Eichenstämme aus dem Amberger Stadtwald im Boden rund um die ehemalige Panzerplatte. "Wir wollten auf der von Schafen beweideten Flächen nichts anpflanzen", erklärte Lehmeier die Entscheidung für die Stelen. Darauf nehmen auch gerne Greifvögel wie der Mäusebussard Platz.
Es ist aber nicht das einzige "Möbelstück" für den Tier-Lebensraum. Im Tal, unweit des Segelflugplatzes, wurde jeder dritte Baum aus der Streuobstwiese entfernt. So können sich die bestehenden besser entwickeln und "werden auch wieder für den Specht interessant". Auch der liegengebliebene Hackschnitzelhaufen hat eine Funktion: "Der ist bewusst liegengeblieben, denn dort soll der Nashornkäfer einziehen, der mag verrottetes Gehölz."
Amberg
Update 06.06.2018 - 16:54 Uhr
Pfähle zum Sitzen und Singen
von Andrea Mußemann
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